Internationales Radcross-Event in Radevormwald

Radevormwald: Radcrosser messen sich am Kollenberg

Das Radcross-Wochenende mit internationaler Beteiligung war ein sportlicher Erfolg. Ein Großteil der Rennen wurde nach Sonnenuntergang durchgeführt. Die Beleuchtung gelang mit der Hilfe von 44 Leuchtballons.

Radevormwald war am Wochenende Schauplatz des ersten internationalen Radcross-Events, das von Sven Schreiber, Inhaber von „Hammerevents“, organisiert wurde. Radsportler aus ganz Europa kamen auf den Sportplatz an der Jahnstraße, um sich auf der spektakulären Strecke über den Sportplatz und durch den angrenzenden Wald zu messen.

Die Strecke erforderte nicht nur das technische Geschick der Sportler, sondern auch das Organisationstalent der Veranstalter. Der Aufbau und die Planung der Großveranstaltung waren aufwendig, denn ein Großteil der Rennen wurde nach Sonnenuntergang durchgeführt. Die Beleuchtung gelang mit der Hilfe von 44 Leuchtballons, die im Wald und in den dunklen Ecken des Sportplatzes installiert wurden. „Der Aufbau war wirklich hart. Wir waren von Freitagnachmittag bis fünf Uhr morgens beschäftigt, damit am Samstag alles funktioniert“, sagt Sven Schreiber.

Der Einsatz von ihm und dem Technischen Hilfswerk hat sich gelohnt, denn am Tag des Rennens funktionierte alles. Nur ein Leuchtballon schwächelte kurz. „Alles hat gut funktioniert. Unter den hunderten Startern gab es nur einen Verletzten, der schnell versorgt werden konnte“, sagt Schreiber. Ob es die Veranstaltung nächstes Jahr noch einmal in Radevormwald geben wird, steht noch nicht fest. „Sportlich ist alles super gelaufen, allerdings ist Radcross immer noch ein Randsport, der wirtschaftlich schwer zu finanzieren ist. Man braucht sehr viele Sponsoren, damit sich so eine Veranstaltung rechnet.“

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Die erste Rückmeldung, die Sven Schreiber vom Bund Deutscher Radfahrer bekommen hat, macht ihn allerdings stolz. Die Bewertung des Rennens und der gesamten Veranstaltung hätte nicht besser ausfallen können. Die offizielle Veranstaltungsbewertung würde ihm eine Einstufung in die Klasse A (bisher Klasse C) ermöglichen und den Startern damit mehr Weltranglisten-Punkte. „Das ist natürlich ein riesiges Kompliment, aber auch eine große Verantwortung.“

Der internationale Deutschlandcup unter Flutlicht war für alle Starter eine besondere Erfahrung, aber auch die Hobby-Teilnehmer kamen auf ihre Kosten. Das Hobby-Rennen und der Crosslauf für Jedermann wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Radevormwald und von Vereinen der Stadt angenommen. Der Lokal-Patriotismus regte die Stimmung Samstagabend noch einmal richtig an. Am Sonntag ging das Rennen mit vielen Hobby-Rennen bis in den Nachmittag weiter. Gesponsert wurde die Veranstaltung von Radsport Nagel.

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