Radevormwald: Integrationszentrum schult Lehrkräfte und Pädagogen

Radevormwald: Integrationszentrum schult Lehrkräfte und Pädagogen

Die deutsche Sprache birgt wie jede andere Sprache auch Stolpersteine. Komplizierte Begrifflichkeiten und verschachtelte Nebensätze können bereits für Muttersprachler schwierig sein. Für Menschen, die Deutsch lernen, sind die Stolpersteine noch schwieriger zu bewältigen - besonders, wenn die eigene Muttersprache grundlegend anderes strukturiert ist. Hinzu kommen große Unterschiede zwischen Alltags-, Bildungs- und Fachsprache. So kann eine Auskunft oder Fragestellung, die im alltäglichen Gespräch bereits leicht verstanden wird, im Schul- oder Arbeitsleben ganz anders formuliert werden. An dieser Stelle knüpfte das Kommunale Integrationszentrum jetzt mit einem Fachtag der Reihe "Integration in Schule" an. Unter dieser Überschrift bietet das Zentrum pro Schuljahr zwei Fachtage und monatliche Fachforen an.

Lehrkräfte und pädagogisches Fachpersonal erfuhren, wie jeder Fachunterricht so gestaltet werden kann, dass eine durchgängige Sprachbildung erzielt wird. Dr. Elke Schulte-Bunert von der Europa-Universität Flensburg vermittelte methodische Grundpfeiler für die Planung und Durchführung von sprachsensiblem Unterricht.

"Jeder Fachlehrer ist zugleich Sprachlehrer", sagte sie und erklärte, dass vor allem ein sprachsensibler Unterricht, der Bilder im Kopf der Schüler schafft, zu einem besseren Sprachverständnis beiträgt. Auch weitere einfache pädagogische Mittel, wie langsameres Sprechen oder eine deutlichere Artikulation böten Unterstützung im Umgang mit der neuen Sprache. Komplexe Aufgabenstellungen mit leicht verständlichen Worten statt mit Fachbegriffen zu formulieren, schaffe ebenfalls Vertrautheit und führe an die Bildungssprache heran.

Solch praxisnahe Beispiele, die im Unterricht Anwendung finden können, erarbeiten die Teilnehmenden des Fachtags in Kleingruppen.

Weitere Informationen finden Interessierte im Internet. www.obk.de/ki

(rue)