Ingrid Kammerer und Korbacher Jugendchor zu Gast in Radevormwald

Radevormwald : Ein musikalisches Wiedersehen

Stefan und Ingrid Kammerer sind im Sommer von Hückeswagen nach Korbach gezogen. Am Samstag waren sie mit ihrem neuen Jugendchor in Radevormwald zu Gast und gaben ein Konzert in der reformierten Kirche am Marktplatz.

Die Wiedersehensfreude war am Samstagabend in der Kirche der reformierten Gemeinde am Marktplatz groß. Obwohl Kirchenmusiker Stefan Kammerer und seine Frau, die Kantorin Ingrid Kammerer, über 20 Jahre in Hückeswagen gearbeitet haben, hatten sie auch viele Freunde und Kollegen in Radevormwald. Im Sommer ist das Ehepaar nach Korbach gezogen, wo sie jetzt den Jugendchor Korbach leiten.

Mit allen Chormitgliedern und einem neu aufgearbeiteten Programm reisten die Musiker am Wochenende in die Stadt auf der Höhe. Nach einer ruhigen Nacht in der Bergischen Jugendherberge kamen sie für das Konzert in die Kirche am Marktplatz.

Initiiert wurde das musikalische Wiedersehen von Inga Kuhnert, der Kirchenmusikerin der reformierten Gemeinde. Sie kennt Ingrid und Stefan Kammerer schon lange. „Uns verbindet eine enge Freundschaft. Und über diesen persönlichen Kontakt ist die Idee für das Konzert entstanden. Wir sind alle neugierig auf die neue Arbeit der beiden und könnten sie nicht besser kennenlernen, als über ein Konzert“, sagt Inga Kuhnert, die während des Konzerts die Stücke „Like a Toccata“ und den zweiten Satz aus der „Suite Médiévale“ auf der Orgel spielte.

Nach vielen persönlichen Begrüßungen und Umarmungen der Gäste, die Stefan und Ingrid Kammerer aus ihrer Zeit im Bergischen Land kennen, startete das Konzert mit „Here I am Lord“. Die Qualität des Jugendchores, in dem Mädchen und Jungen im Alter zwischen zwölf und 22 singen, erstaunte das Publikum am Wochenende so, wie sie die neuen Chorleiter bei der ersten Probe erstaunte. „Als wir Anfang des Jahres in Korbach waren und den Chor kennenlernten, war ich mir sicher, dass die Qualität nur an diesem Tag so außerordentlich war. Da habe ich mich getäuscht. Alle Jugendlichen haben eine gut ausgebildete Stimme und sind sehr ambitioniert. Die Arbeit macht sehr viel Spaß und erfüllt mich“, sagt Ingrid Kammerer. Während sie den Chor leitet und dirigiert, sitzt ihr Mann an der Orgel oder dem Klavier.

Nach dem ersten Stück folgten Werke von Bach und Mozart, aber auch moderne Kompositionen, wie „Autumn Leaves“ oder „Top of the world“. Obwohl alle Sänger des Chores ambitioniert sind, gibt es einige, die eine besonders schöne Stimmen haben. Lars Kiepe, Armin Schönlau, Lukas Koch und Marie Jesinghausen erfüllten die Kirche mit ihren Soli und ernteten dafür viel Applaus. Das Konzert endete mit „Te lucis ante terminum“ und „The Lord bless you and keep you“. Alle Spendeneinnahmen des Abends werden für die Arbeit des Korbacher Jugendchores verwendet.

Inga Kuhnert war am Samstag nicht nur über das Wiedersehen, sondern auch über das Jugendkonzert glücklich. „In unserer Gemeinde werden Jugendliche nur projektbezogen in die Kirchenmusik eingebunden, weil wir keinen eigenen Jugendchor haben. Deswegen ist es umso schöner, dass heute ein Jugendchor singt.“ Inga Kuhnert will versuchen, die Jugendlichen der Gemeinde vermehrt in die Kirchenmusik zu integrieren, zum Beispiel für die Weihnachtsmusik. Für einen eigenen Jugendchor fehlen der reformierten Gemeinde die Ressourcen.