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Radevormwald: Infektionen richtig vorbeugen

Radevormwald : Infektionen richtig vorbeugen

Die Johanniter-Senioreneinrichtungen rüsten sich gegen die kalte Jahreszeit. Leiter Bernd Kottsieper erläutert, wie man effektiv Infektionen vorbeugt. Er berichtet auch, wie weit die Abkopplung vom Krankenhaus ist.

Wenn die Temperaturen sinken, steigt das Infektionsrisiko: Besonders Grippe- und Noroviren (Brechdurchfall) machen in den Wintermonaten die Runde. Wer sich nicht anstecken will, sollte daher vorsorgen. Besonders anfällig sind Menschen, deren Immunsystem eh schon geschwächt ist. In den Johanniter-Senioreneinrichtungen werden daher besondere Vorkehrungen getroffen.

Hygiene ist das A und O

"Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig im Umgang mit Infektionen geschult", erläutert Bernd Kottsieper, Leiter der Einrichtungen. Das alleine reiche jedoch nicht aus: "Ein sehr wichtiger Baustein ist die Schutzimpfung. Rund 90 Prozent unserer Bewohner sind gegen Grippe geimpft. Dafür kommen Hausärzte zu uns ins Haus", sagt Kottsieper. Bei den restlichen zehn Prozent gebe es entweder medizinische oder persönliche Gründe, die gegen eine Impfung sprechen. "Zusätzlich wird die Kost in den kalten Monaten angepasst. Es gibt vermehrt Obst und Gemüse, damit der Vitamin C-Haushalt gedeckt ist. Auch Fischspeisen, die das wichtige Vitamin D enthalten, stehen auf dem Speiseplan", berichtet Kottsieper.

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Äußerst wichtig sei jedoch die Hygiene. "Die meisten Keime werden über die Hände übertragen. Bei uns stehen daher viele Desinfektionsspender bereit", sagt Kottsieper. Zusätzlich würden Fußböden und Oberflächen regelmäßig desinfiziert. "Wir arbeiten streng nach den Hygiene-Vorgaben des Robert-Koch-Instituts", erläutert er. Wie es scheint mit Erfolg: Bei der Routineuntersuchung des Gesundheitsamts letzte Woche wurde der Johanniter-Einrichtung ein einwandfreies Hygienekonzept attestiert. "Darauf sind wir sehr stolz", sagt er.

Strukturelle Veränderungen

Doch das Team um Bernd Kottsieper hat nicht nur mit Ansteckungskrankheiten zu kämpfen. Seit der Abkopplung vom Krankenhaus zum 31. August standen vor allen Dingen strukturelle Veränderungen an. "Durch die Trennung sind für uns wichtige Schnittpunkte wie Personalabteilung, technischer Dienst und Verpflegung weggefallen. Wir mussten uns neu aufstellen", berichtet Kottsieper.

Konkret sehen die Neuerungen so aus: "Das Essen fürs Betreute Wohnen liefert ein externer Lieferant, das Altenheim wird nach wie vor vom Krankenhaus bekocht. Wir haben ein neues Hausmeister-Team und mussten nach Wegfall des zentralen Müllplatzes ein eigenes Müllkonzept entwickeln", sagt Kottsieper. Die Bewohner hätten von den Veränderungen jedoch kaum etwas bemerkt. "Die Umstellungsphase war für die Mitarbeiter sehr anstrengend, aber wir stehen kurz vor dem Gipfelkreuz", sagt Kottsieper zufrieden.

(RP)