Radevormwald: Immobilienpreise sind gestiegen

Radevormwald : Immobilienpreise sind gestiegen

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Oberbergischen Kreis hat den Grundstücksmarktbericht für das Jahr 2018 veröffentlicht.

Was für viele Städte und Gemeinden entlang der Rheinschiene gilt, trifft auch für Oberberg zu. Die Immobilienpreise steigen weiter. Bereits bei der Bodenrichtwertsitzung Mitte Februar wurden die Bodenrichtwerte für Bauland aufgrund der Entwicklung im vergangenen Jahr um fünf oder zehn Euro pro Quadratmeter durch den Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Oberbergischen Kreis flächendeckend angehoben. Ein- und Zweifamilienhäuser Betrachtet man die Preisentwicklung von Ein- und Zweifamilienhäusern, stellt man fest, dass von 2014 bis 2017 die Durchschnittspreise von wiederverkauften Objekten um 18 Prozent gestiegen sind. Allein im vergangenen Jahr betrug die Steigerung etwa acht Prozent. Diese Entwicklung zeichnet sich auch in einer speziellen Untersuchung zur Marktanpassung ab. Allerdings sind die Kaufpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser in Oberberg noch moderat im Vergleich zur Rheinschiene. Wurde im Kreis in 2017 durchschnittlich 186.000 Euro für ein freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus gezahlt, betrug der Kaufpreis für ein vergleichbares Objekt im Rheinisch-Bergischen Kreis bereits 310.000 Euro. Gebrauchte Eigentumswohnungen Neben der Entwicklung bei den Ein- und Zweifamilienhäusern stiegen die Preise von gebrauchten Eigentumswohnungen im Zeitraum von 2014 bis 2017 um 13 Prozent und für neue Eigentumswohnungen gar um 20 Prozent. So wurde 2017 eine neu gebaute Eigentumswohnung mit durchschnittlich etwa 260.000 Euro gehandelt, bezogen auf die mittlere Wohnfläche (95 m²) ist dies ein Wert von 2745 Euro/m². Dabei sind jedoch Verkäufe von mehr als 3000 Euro keine Seltenheit mehr.

Der Gutachterausschuss veröffentlicht die aktuellsten Zahlen zum Immobilienmarkt auf Basis der 2017 abgeschlossenen Kaufverträge. Während an der Rheinschiene die Fallzahlen gegenüber 2016 sanken, stiegen sie in Oberberg um einen Prozent auf 3675 Kauffälle. Der Gesamtgeldumsatz lag mit 480 Millionen Euro 1,5 Prozent unter dem Niveau von 2016. Land- und forstwirtschaftliche Grundstücke Eine Zunahme der Preise konnte auch bei den land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken verzeichnet werden. Der Bodenrichtwert änderte sich von 1,35 Euro/m² auf 1,40 Euro/m² - ein Plus von vier Prozent; der für forstwirtschaftliche Flächen ohne Aufwuchs (Kahlschlag) wurde in der Bodenrichtwertsitzung von 40 auf 45 Cent/m² (plus 12,5 Prozent) angehoben. Die Preise für Nadelwald stiegen um drei Prozent und lagen im Durchschnitt bei 1,60 Euro/m²; die für Mischwald legten um acht Prozent zu und betragen 1,35 Euro/m². Lediglich die Preise für Laubwald blieben mit 1,30 Euro/m² unverändert. www.gars.nrw.de

(RP)
Mehr von RP ONLINE