Radevormwald: Immer weniger nutzen den Bürgerbus

Radevormwald: Immer weniger nutzen den Bürgerbus

Bei der Jahreshauptversammlung des Bürgerbusvereins waren neben der Entwicklung der Fahrgastzahlen auch die Verbote der Sonderfahrten ein Thema. Ein neues Fahrzeug ist bestellt und soll Ende Jahres in Rade eintreffen.

Der Bürgerbus-Verein hat endlich einen neuen Bus bestellt, der bis Ende des Jahres in Radevormwald eintreffen soll. Dieses Jahr feiert der Verein seinen 14. Geburtstag und deswegen wird es Zeit für den dritten Bus, seit Vereinsgründung. Dies wurde am Montagabend bei der Jahreshauptversammlung des Bürgerbusvereins mitgeteilt. Gefördert wird der Bus mit 35 000 Euro vom Land, die anderen Kosten deckt der Verein über Sponsoren und eigene Mittel.

Thema war bei der Mitgliederversammlung am Montag auch noch einmal die Diskussion über die Sonderfahrten, die der Bürgerbus nicht mehr tätigen darf. "Wir werden uns natürlich an die Vorschriften halten, aber in Zukunft versuchen die Gesetze zu lockern und daran zu arbeiten", sagt Uwe Orzeske, der Vorsitzende des Vereins.

Er informierte die Mitglieder seines Vereins außerdem darüber, dass die Anzahl Fahrten im vergangenen Jahr stark zurückgegangen sind und dass immer mehr Fahrgäste die kostenlose Beförderung dank ihres Behindertenausweises in Anspruch nehmen. Seit Anfang des Jahres können auch Nutzer eines VRS- oder Westfalentickets kostenfrei mit dem Bürgerbus bis zu ihrem Ziel weiterfahren.

Ausführlich besprachen die Vereinsmitglieder die Auswirkungen der neuen Datenschutzverordnung auf ihre ehrenamtliche Arbeit. Auf Gerd Fahlenbock, der die Internetseite pflegt, wird die meisten Arbeit zukommen. "Der Aufwand ist für kleine Vereine wirklich groß, aber es gibt keinen anderen Weg, als sich an die neue Verordnung anzupassen", sagt Wolfgang Schneidewind. Er und andere langjährige Mitglieder, wie Bernd Hermann und Hans-Otto Ottfried wurden auf der Versammlung mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet, weil sie sich seit Gründung des Bürgerbus-Vereins für den Nahverkehr in Radevormwald einsetzen.

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Auf der Suche nach neuen Fahrer ist der Verein immer. Momentan engagieren sich 23 Männer und Frauen als Fahrer und obwohl die meisten von ihnen bereits im Ruhestand sind, ist das Ehrenamt auch mit einem Beruf kombinierbar.

Auf die freie Zeit von Petra Hoffmann nimmt der Verein zum Beispiel Rücksicht. "Ich arbeite in Schichten und kann mir meine Zeit nicht frei einteilen. Trotzdem kann ich mich hier ehrenamtlich einbringen", berichtet die Bürgerbus-Fahrerin.

Seit dem 1. Juni 2004 fahren in Radevormwald die Bürgerbusse. Wer sich für den Verein und seine Aktivitäten interessiert, findet Informationen unter www.buergerbus-radevormwald.de.

(trei)
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