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Immer mehr Briefwähler in Radevormwald

Bundestagswahl 2021 : Immer mehr Rader wählen per Brief

Der Trend zur Briefwahl war auch in Radevormwald deutlich zu spüren. Viele gehen aber noch persönlich ins Wahllokal. Die Verwaltung stellt klar, dass in den Wahllokalen am Sonntag keine 3G-Regel, aber Maskenpflicht gilt.

Der Trend zur Briefwahl wird in Radevormwald immer stärker. Das bestätigt Marc Bormann, Mitarbeiter der Ordnungsbehörde in Radevormwald, die sich auch um den Wahlablauf kümmert. „Bis Donnerstagnachmittag lagen uns 5412 Anträge zur Briefwahl vor“, sagt er. Zum Vergleich: Bei der vergangenen Kommunalwahl 2020 habe man einen Briefwahl-Rücklauf von 3764 Stimmen gegeben. Anträge und Rücklauf seien zwar keine identischen Werte, aber die Tendenz ist sehr deutlich zu sehen. Bei der Bundestagswahl vor vier Jahren hatten 3124 Menschen per Briefwahl ihr Votum für das Parlament abgegeben.

Die Briefwahl zu beantragen war übrigens im Service-Center noch bis Freitag um 18 Uhr möglich. Und abgegeben werden können die Umschläge im Briefkasten des Rathauses noch bis 18 Uhr am Wahlsonntag, also zu der Zeit, in der die Wahllokale schließen und die Auszählung beginnt.

Wer sich entscheidet, in Person zu wählen und sein Wahllokal aufzusuchen, muss beachten, dass in den Räumlichkeiten die Maskenpflicht gilt. „Eine 3G-Regel gibt es nicht“, betont Marc Bormann. Wählen kann grundsätzlich jeder, egal, ob er oder sie geimpft, genesen oder getestet ist. Die Behauptung, alle jene, die nicht unter eine dieser drei Kategorien fallen, seien von der Wahl ausgeschlossen, ist eine Falschbehauptung, die allerdings in den vergangenen Wochen vielfach verbreitet wurde. Die Verwaltung konnte alle notwendigen Posten an Wahlhelferinnen und Wahlhelfern auch für diesen Wahlsonntag besetzen.

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Wie bereits bei der Bundestagswahl 2017 sind die beiden aussichtsreichsten Bewerber um den Wahlkreis Oberberg CDU-Kandidat Dr. Carsten Brodesser und Michaela Engelmeier (SPD). Vor vier Jahren erhielt Brodesser bei den Wählern in Radevormwald 42 Prozent der Erststimmen, Engelmeier 25,4 Prozent. Bei den Zweitstimmen wählten seinerzeit die Radevormwalder Bürger so: CDU 35,3 Prozent, SPD, 21,8 Prozent, Grüne 6,3 Prozent, Linke 6,3 Prozent, FDP 15 Prozent, AfD 10,9 Prozent, sonstige Parteien 4,4 Prozent. Damals gab es in der Bergstadt 16.662 Wahlberechtigte, zur Wahl gingen 12.615 Personen, die Beteiligung lag damit bei 75,7 Prozent.