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Hückeswagen: Konzert-Highlight mit Europa-Bezug

Martini-Gemeinde : Konzert-Highlight mit Europa-Bezug

Am Samstag, 19 Uhr, findet in der Martini-Kirche ein Te-Deum-Konzert mit zwei Werken statt, die Dirigent Hans-Hermann Buyken als einen „konzertanten Lobgesang mit Pauken und Trompeten“ bezeichnet. Zu Gast ist das Collegium Vocale.

Es ist ein Konzert mit Symbolcharakter, ein Plädoyer für Europa – und eine Aufforderung, zur Europawahl zu gehen. Am Samstag, 19 Uhr, findet in der Martini-Kirche ein Te-Deum-Konzert mit zwei Werken statt, die Dirigent Hans-Hermann Buyken als einen „konzertanten Lobgesang mit Pauken und Trompeten“ bezeichnet. Zu Gast ist das Collegium Vocale, ein Chor mit 30 Sängern, der vom Cölner Barockorchester und den Solisten Theresa Nelles (Sopran), Alexandra Thomas (Alt), Wolfgang Klose (Tenor) und Christian Walter (Bass) unterstützt wird. Geboten werden das „Te Deum“ von Marc Antoine Charpentier und das „Dettinger Te Deum“ von Georg Friedrich Händel. Buyken hat schon öfters in Rade größere Werke zur Aufführung gebracht. „Wir haben Mozarts Requiem oder den Messias von Händel gebracht, die Zusammenarbeit ist immer schon gut gewesen“, sagt Buyken. Rader Gemeindeglieder hätten einige Zeit im Collegium Vocale gesungen, derzeit ist der Chorleiter der Martinigemeinde, Mathias Tscharn, als einziger Rader Sänger mit dabei. „Wir sind ein gehobener Laienchor, treffen uns einmal im Monat zur Probe. Die Sänger studieren ihre Stimmen für den Rest der Zeit zu Hause ein“, sagt der Chorleiter. Die Auswahl der Stück ist nicht zufällig geschehen, sagt Buyken. „Zum einen ist das Wochenende, an dem das Konzert stattfindet, das Kantate-Wochenende, also der vierte Sonntag nach Ostern.“ Cantate bedeutet im Lateinischen soviel wie „singt und lobpreist den Herrn“. Dazu komme, dass am darauffolgenden Wochenende die Europa-Wahlen seien. „Das Charpentier-Werk kennt jeder, denn darin ist die berühmte Eurovisionsfanfare enthalten“, sagt Buyken.

Te-Deum-Werke seien komponiert worden, um kirchliche und weltliche Siegesfeiern nach innereuropäischen Kriegen zu feiern, sagt Buyken. „Da kam mir der Gedanke, wie großartig es ist, dass wir seit 70 Jahren Frieden in Europa haben. Es ist doch schon Christenpflicht, zur Wahl zu gehen, um Europa weiter zu stabilisieren“, sagt der Chorleiter überzeugt. „Diese lange Friedenszeit ist als Sieg des Friedens über den Krieg doch auch schon fast wieder ein Te Deum wert.“

Der Pastor der Martinigemeinde, Florian Reinecke, kann nicht beim Konzert dabei sein. „Das tut mir sehr leid, denn mir steht Musik und Chormusik auf diesem hohen Niveau sehr nahe. Ich kenne Buyken schon lange und weiß, dass sich seine Konzerte immer lohnen“, sagt er. Diese Verbindung habe schon zu vielen sehr guten Konzerten geführt. „Und das wollen wir als Gemeinde weiter unterstützen“, sagt er.

Karten zu 18 Euro (ermäßigt zehn Euro) gibt es im Gemeindebüro Uelfestraße, in der Bergischen Buchhandlung (Schlossmacherplatz) und bei Lotto Wellershaus (BM-Service-Punkt, Kaiserstraße).