Holzbrücke im Uelfebad ist für viele Radevormwalder ein wichtiges Bauwerk

Zehnjähriges Bestehen : Die Holzbrücke im Uelfebad ist für viele Rader ein wichtiges Bauwerk

Am Sonntag wurde am Uelfebad das zehnjährige Bestehen der die Holzbrücke gefeiert. Der Heimat- und Verkehrsverein Radevormwald hatte zu einem bunten Fest eingeladen.

Die ersten Gratulanten kamen schon früh ins Uelfetal, um der schönen Holzbrücke zu gratulieren. Die war vor zehn Jahren eingeweiht worden, nun konnte im Sonnenschein der erste „runde Geburtstag“ gefeiert werden. Michael Scholz, zweiter Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins (HHV) Radevormwald, nahm die Besucher vor dem Restaurant mit auf eine kleine Geschichtsreise, die nicht nur die schmucke Holzbrücke betraf, sondern auch deren Vorgänger, die historische Holzbrücke. „Ich habe in alten Schriften geblättert und bin auf viele kleine Anekdötchen gestoßen“, sagte er.

Die alte Holzbrücke über dem einstigen Schwimmbad wurde 1927 eingeweiht. Damals mussten die Gäste eine Reichsmark Eintritt bezahlen, um das Schauspiel erleben zu können. „Vier Schwimmvereine aus Wuppertal und nur einer aus Radevormwald waren an der Eröffnungsfeier mit einem Wettkampf beteiligt“, erinnerte Scholz. Stationen wie die Einstellung des Schwimmverkehrs, der Abriss des Gebäudes und dessen Neubau im Jahr 1964 waren ebenfalls Punkte, die Scholz einbrachte. Er spannte den Bogen zum Abriss der alten maroden Holzbrücke 2007 und der Einweihung ihrer Nachfolgerin zwei Jahre später.

„Den Radevormwalder waren der Bau einer neuen Brücke sehr wichtig“, fasste Scholz zusammen. Die große Spendenbereitschaft vieler Vereine, Firmen, Geschäfte und Privatleute hätten dies gezeigt. „Wir konnten damals 230 Einzelspenden verzeichnen“, blickte das Vorstandsmitglied zurück. Die Bürger seinen auf schöne Ideen gekommen, um eine neue Brücke mit Pavillon realisieren zu können. „Es wurde Geld auf privaten Geburtstagen gesammelt, und die Bäcker erfanden das ,Brückenbrot’“, erzählteScholz.Auch viele Radevormwalder Handwerker halfen ehrenamtlich mit, das Werk zu erstellen. Viele Spaziergänger sind seither über die Brücke gegangen, haben sich unter dem gemütlichen Pavillon-Dach gesetzt. Nicht zu vergessen die vielen Ja-Worte, die dort gegeben wurden, denn im Pavillon können offiziell Hochzeitspaare getraut werden.

„Schön, dass die Brücke vielen Bürgern so am Herzen liegt. Uns aber auch. Daher werden wir uns vom HHV nun für die ersten Restaurierungsarbeiten stark machen“, betonte Scholz. Denn die Witterung habe nun leider auch schon an der neuen Brücke Spuren hinterlassen. Beschädigte Holzbretter müssten kurzfristig ausgewechselt werden. „Der Heimat- und Verkehrsverein bleibt hier am Ball“, versicherte Scholz.

Er begrüßte am Sonntag weiter die Modellbauer, die seit mehr als 20 Jahren ihr Schiffe im Uelfebad fahren lassen. Zudem konnten die Besucher in Booten der DLRG Runden drehen und dabei den Kunstspiegel von Raymund Kaiser sowie die schöne Holzbrücke aus einer ganz anderen Perspektive bewundern.

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