Radevormwald: "Himmelswiese" erhält neue Fenster

Radevormwald: "Himmelswiese" erhält neue Fenster

Einstimmig hat der Rat Investitionen für die Evangelische Kindertagesstätte "Himmelswiese" an der Stauffenbergstraße genehmigt. Für 156.000 Euro werden Fenster und einige Türen ausgetauscht, um das Haus energetisch zu ertüchtigen.

Verwunderung herrschte in der vergangenen Woche in der Sitzung des Stadtrates, als eine Investition für die Kita "Himmelswiese" auf der Tagesordnung stand. Dass dort dringender Sanierungsbedarf besteht, war den Politikern bisher nicht bekannt. Der städtische Architekt hatte die Schäden im vergangenen Februar bei einem Ortstermin begutachtet und den Bedarf festgestellt. Zur Dezember-Ratssitzung war die Sanierung von der Verwaltung dann mitgeteilt worden.

"Bei uns herrscht dringender Bedarf, weil wir undichte Fenster und Türen haben und diese isoliert werden müssen", sagt Kita-Leiterin Sylvia Köster. Diesen Bedarf hatte die Verwaltung auch den Ratsmitgliedern anhand von Fotos dokumentiert. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme werden auf 156.000 Euro geschätzt. Aus Mitteln des "Kinderbetreuungsfinanzierungsgesetzes" erhält die Stadt eine Förderung von 71.000 Euro, so dass sie 85.000 Euro selber finanzieren muss. Volker Uellenberg von der Kämmerei und Schulamtsleiter Jürgen Funke erläuterten, dass der Förderantrag bereits eingereicht ist und die Mittel aus der Instandhaltung für dieses Jahr genommen werden können.

Bürgermeister Johannes Mans erklärte auf Beschwerde mehrerer Parteien, dass die Stadt nicht früher zum Beispiel den Bauausschuss informiert hatte, dass man Besserung gelobe und solche Themen demnächst früher in die einzelnen Gremien bringe. "Das müssen wir uns kritisch anlasten lassen", sagte der Bürgermeister.

Die Fenster sind noch Erstausstattung des vor etwa 40 Jahren gebauten Hauses. Lediglich im Jahr 2009 sind an zwei Stellen neue Fenster eingesetzt worden, die jetzt nicht erneuert werden müssen. 2012 hatte das Haus auch unter dem Starkregen zu leiden. Dank großer Eigeninitiative und großzügiger Spenden konnte der Wasserschaden gut beseitigt werden. Das Außengelände des Hauses mit mehreren Spielgeräten ist vom TÜV vor einigen Tagen für das kommende Jahr neu abgenommen worden.

Die Stadt hatte das Haus damals gebaut und der Evangelischen Kirche zum Betrieb eines Kindergartens zur Verfügung gestellt, die dafür auch Miete an die Stadt bezahlt. Der Betreiber der Kita ist, so die Informationen der Stadt, für die laufenden Instandhaltung und Wartung verantwortlich. Bei der jetzigen Maßnahme handelt es sich aber um werterhaltende, notwendige Arbeiten, "ohne die ein Weiterbetrieb in Zukunft gefährdet sein könnte", heißt es in den Unterlagen der Verwaltung.

Heute wird das Haus vom Evangelischen Kindertagesstättenverband betrieben, der drei Kitas in der Stadt unterhält. Dazu gehören auch noch die integrative Kita an der Uelfestraße und das Familienzentrum Kottenstraße. Weil die Kitaleiterin der Uelfestraße, Sabrina Schwick-Busch, noch bis noch bis September 2018 in Elternschaft ist, hat Sylvia Köster im Mai die Leitung beider Häuser übernommen.

"Das ist eine schöne Herausforderung für mich", sagt Sylvia Köster, die derzeit für die Leitung der beiden Häuser von der Gruppenarbeit freigestellt ist. Besonders imponiert ihr an der Uelfestraße die gelebte Inklusion unter dem Leitwort "Gott macht keine Unterschiede". Von 56 Kindern dort erhalten neun eine sonderpädagogische Beförderung. Dadurch habe sie ihre berufliche Erfahrung noch einmal sehr erweitern können.

Die Sanierungsarbeiten mit der Erneuerung der Fenster wird nun für das kommende Jahr erwartet. Der genaue Zeitplan steht noch aus.

(RP)