Radevormwald: Haus Thiele eröffnet Neubau

Radevormwald : Haus Thiele eröffnet Neubau

Auf zwei Ebenen finden 20 Bewohner ein neues Zuhause. Sieben Plätze sind noch frei. Das Gebäude verfügt über große, lichtdurchflutete Räume. Über einen Verbindungsweg ist es mit dem Haupthaus verbunden.

Im Wohnbereich Keilbeck herrscht emsiges Treiben. Hier sind die neuen Bewohner bereits eingezogen. Aus Styropor basteln sie hübsche Dekogegenstände. Betreuungsassistent Dieter Röll hilft, wo er kann. Hier riecht noch alles nach frischem Holz und Farbe.

Marc Weltersbach, Leiter im Altenheim Haus Thiele, freut sich, dass der Neubau an der Keilbecker Straße so beliebt ist. 13 von 20 sind belegt, nur noch sieben frei. Eine kleine Eröffnungsfeier gibt es am Donnerstag, 24. Mai, "gezielte Führungen planen wir bei unserem Sommerfest im August", sagt er.

Helle Böden, dunkle Möbel

Die neuen Räume sind großzügig gestaltet und lichtdurchflutet. Auf zwei Ebenen gibt es je zehn Plätze. Helle Böden, dunkle Möbel, überall Handläufe — die Bewohner im Neubau, die durchweg demenzkrank sind, finden hier gute Lebensbedingungen vor. Weltersbach hält nichts davon, kranke und gesunde Menschen in einer Wohnebene unterzubringen. "Es muss passen", sagt er. Wenn sich die Bewohner gegenseitig ausgrenzen, lägen die Nerven blank. Deshalb wirbt er für ein Betreuungskonzept, bei dem die Bewohner problemlos die anderen Bewohner besuchen und Besuch erhalten können. "Für nicht demenzkranke Menschen ist das gewöhnungsbedürftig", sagt er.

Die Bauarbeiten im Innenbereich sind mittlerweile abgeschlossen. Jetzt wird noch an der Fassade gearbeitet. Auch das Gerüst, dass den Verkehr an der Keilbecker Straße beeinträchtigt, wird laut Weltersbach sukzessive abgebaut. "Das Wohnen im Neubau ist für einige Bewohner schon Alltag geworden", sagt Weltersbach, der in den vergangenen Wochen viele Bewerbungsgespräche geführt hat. Schließlich kommen in dem neuen Gebäude viele neue Kräfte zum Einsatz.

"Wir müssen aufstocken, vor allem Alltagsbetreuer, Fachpersonal und Pflegehelfer", sagt er. Weltersbach glaubt, dass die freien sieben Plätze schnell belegt sind. Die Nachfrage sei enorm. "Anfragen kommen aus Lüttringhausen, Lennep, Beyenburg, Dahlerau und aus Rade", sagt er. In den neuen Wohneinheiten soll mit den Bewohnern individuell gearbeitet werden — sowohl handwerklich als auch hauswirtschaftlich. "Viele Mahlzeiten werden mit den Bewohnern zubereitet", sagt Weltersbach. Eigens dafür eignet sich die mitten im Raum angeordnete Küche bestens.

16 Höhenmeter überbrückt

Imposant ist die riesige Terrasse, von der aus die Bewohner auf den Altbau blicken. Beide Häuser sind durch einen Gang in schwindelerregender Höhe miteinander verbunden. Hierfür mussten die Bauarbeiter einen Höhenunterschied von 16 Metern überbrücken.

(RP/rl)
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