Serie Halbzeit Der Wahlperiode: Grünen-Fraktion will mehr Barrierefreiheit

Serie Halbzeit Der Wahlperiode : Grünen-Fraktion will mehr Barrierefreiheit

Fraktion um Elisabeth Pech-Büttner fordert Klima-Manager, der von Bund und Land bezahlt wird.

radevormwald (wos) Seit drei Jahren ist die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat mit drei Personen vertreten. Die Fraktionsvorsitzende Elisabeth Pech-Büttner sieht in mangelnder Barrierefreiheit beim ersten Teil des Innenstadtumbaus einen Fehler. "Dieses Thema ist zu spät thematisiert worden", sagt sie. Aus diesem Grund habe man jetzt vor der Verabschiedung des zweiten Teils des Innenstadt-Umbaus (Weststadt) auf dieses Thema verwiesen und auf Barrierefreiheit gedrängt.

Foto: Grüne

Als "schlecht gelaufen" sieht die Fraktion der Grünen auch die Wülfingsanierung. "Wir müssen da auf die Zukunft hoffen", sagt Pech-Büttner. Bei den Förderprogrammen sollte die Stadt darauf achten, dass beim Neustart die Interessen der Wupperorte wegen der räumlichen Nähe mit denen für Wülfing verknüpft werden. "Die Wupperorte und Wülfing gehören zusammen", sagt Pech-Büttner. Auch der Stillstand an der Nordstraße war nicht förderlich, weil das Geld gekostet habe. "Da muss 2018 was passieren", fordern die Grünen.

Eine Ausweisung neuer Baugebiete sieht die Fraktion wegen der Zersiedelung als nicht zielführend an. Ein Leerstandskataster und die Reaktivierung oder der Abriss von Schrottimmobilien, verbunden mit einem Neubau, seien aus ökologischen Gesichtspunkten vorzuziehen. Als Beispiel nennt Pech-Büttner Gira. Das Unternehmen baue auf der ehemaligen Fläche von Aldi Nord statt auf dem vorher erworbenen freien Grundstück.

Für die kommenden drei Jahre sieht die Fraktion die Verabschiedung des Nahverkehrsplans als sehr wichtig an. Seitens der Stadt und der Politiker müsste beim Kreis in Gummersbach viel mehr Druck aufgebaut werden. "Von den Kreistagsmitgliedern ist viel zu wenig gekommen." Das ist der Eindruck der Grünen-Fraktionsvorsitzenden. Als dringend notwendig sehen die Grünen die Einstellung eines Klima-Managers. Der werde für zwei Jahre von der öffentlichen Hand bezahlt.

Auch Elektro-Mobilität sei ein Thema. Dem Bürgermeister könnte ein E-Mobil kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, von dem in den Abendstunden registrierte Bürger auch profitieren könnten. Bei der Schulentwicklungsplanung fordern die Grünen, dass in den Schulen in Zukunft mehr Kinder prognostiziert werden. Bei den Planungen ab September sollte die Stadt von einer größeren Kinderzahl ausgehen. Die neue Schulentwicklungsplanung müsse wirklich zukunftsweisend sein.

Ebenfalls zum Thema muss die Stadt aus Sicht der Grünen den Begräbniswald machen. In Remscheid und Marienheide gebe es den bereits. "Wenn die Stadt nicht aufpasst, verpasst sie die Entwicklung", sagt Pech-Büttner, schließlich koste der Kommunalfriedhof die Stadt viel Geld und sei nicht ausgelastet.

(RP)
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