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Gitarrentage in Radevormwald brauchen noch Teilnehmer

Kultur in Radevormwald : Rader Gitarrentage brauchen Teilnehmer

Die Rader Gitarrentage werden trotz Pandemie stattfinden, wenn es genug Anmeldungen gibt. Die öffentlichen Konzerte müssen jedoch leider ausfallen. Das gemeinsame Lernen wird im Mittelpunkt stehen.

Ein Wochenende rund um die Gitarre, das will die Radevormwalder Musikschule vom 9. bis zum 11. Oktober realisieren. Die Rader Gitarrentage unter der Leitung von Michael Borner sind über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, aber in diesem Jahr läuft alles anders ab. „Wir haben vor den Sommerferien entschieden, dass die Gitarrentage stattfinden sollen. Trotzdem laufen die Planungen deutlich kurzfristiger, als sonst, weil wir ein Hygienekonzept erarbeiten mussten und auf die ständig neuen Situationen eingehen müssen“, sagt der Leiter der Musikschule.

Stattfinden sollen die Gitarrentage in den Räumen der Musikschule, die in dem Gebäude der Sekundarschule untergebracht sind. Die öffentlichen Konzerte der Gitarrentage, die im Bürgerhaus stattfinden sollten, fallen aus. „Für das Bürgerhaus gab es eine Doppelbelegung, weshalb der Konzertsaal nicht für uns zur Verfügung steht. In der Schule können Konzerte in dieser Form nicht stattfinden.“ Obwohl Borner das als „bitter“ beschreibt, sieht darin auch eine Chance. Die Gitarrentage 2020 werden ganz im Zeichen des Lernens, Zuhörens und Miteinanders stehen. Die Dozenten der Workshops werden ihr Wissen in Dreiergruppen oder im Einzelunterricht vermitteln. „Unsere Räume sind groß genug, damit vier Gitarristen gemeinsam musizieren und lernen können“, sagt Michael Borner.

Er hofft, dass die Anmeldezahlen in den nächsten Wochen ansteigen, denn bisher haben sich nur sechs Musiker für die mehrtägige Veranstaltung angemeldet. Das ist deutlich weniger, als im vergangenen Jahr. „Weil die Veranstaltung lange in der Schwebe war, haben wir uns mit der Werbung zurückgehalten. Das merken wir an den Anmeldezahlen. Wir brauchen mindestens 20 Teilnehmer, damit die Gitarrentage zustande kommen.“ Wenn die Gitarrentage ausfallen, will die Musikschule einen gebündelten Workshop anbieten.

Insgesamt stehen in diesem Jahr 30 Plätze für die Gitarrentage zur Verfügung, die von allen Gitarristen, egal ob Anfänger oder Profi, belegt werden können. Die Rader Gitarrentage haben eine lange Tradition und sind aus der Gitarrenwoche entstanden, die bereits am Anfang der 90er-Jahre durchgeführt wurde. Bekannt ist das Angebot der Musikschule für seine Vielfältigkeit. „Bei uns kann jeder mitmachen, egal auf welcher Gitarren oder in welchem Stil er spielt. Wir widmen uns gemeinsam intensiv der Musik und dem Instrument und bieten Möglichkeiten des Zusammenspiels.“

Teil des Intensiv-Wochenendes wird ein internes Vorspiel sein. Die einzelnen Angebote widmen sich der Gitarrentechnik, dem Rhythmus, der Akkordsymbolik, Auftrittscoaching, der Instrumentenpflege und Stücken aus dem bekannten Buch „The Kick“, das von Michael Borner gerne als Unterrichtsmaterial verwendet wird.

Michael Borner hofft, dass sich bis Anfang Oktober mehr Musiker für die Gitarrentage anmelden und das Format weiter wachsen kann. Er will die Gitarrentage weiterentwickeln und wieder zurück zu einem umfangreichen Angebot finden, wie es bereits in den 90er-Jahren umgesetzt wurde. „In Zukunft können wir die Gitarrentage vielleicht mit einer Übernachtung in Radevormwald anbieten und noch intensiver gestalten. Wir wollen das Format weiterentwickeln und hoffen, dass wir in diesem Jahr nicht aussetzen müssen“, sagt er. Das Konzept für die Pandemie kompatiblen Gitarrentage steht, jetzt braucht es nur noch Teilnehmer.