1. NRW
  2. Städte
  3. Radevormwald

Gitarrenkonzert in Radevormwald macht Lust auf Flamenco

Radevormwald : Konzert macht Lust auf Flamenco

Die Gitarristen Ismael Alcalde und Manuel Sánchez Riera kamen für ein Konzert ins Asiatische Museum. Das Publikum war begeistert.

Das Museum für Asiatische Kunst am Waldrand von Rade ist nicht nur ein Ort, um die Besonderheiten Asiens auszustellen und zu erklären. Es hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Ort entwickelt, an dem Künstler aus der ganzen Welt auftreten und sich präsentieren können. Die Konzerte, die von Besitzerin Li Hardt organisiert werden, sind meistens gut besucht und das war auch am Sonntagnachmittag so. Zum zweiten Mal war der Gitarrist Manuel Sánches Riera zu Gast. Bereits 2017 hatte er mit seiner Musik und authentischen spanischen Art überzeugt. Viele Zuhörer, die ihn vor zwei Jahren kennengelernt haben, sind am Wochenende zurück in den Ausstellungsraum des Museums gekommen, um den gebürtigen Spanier ein zweites Mal zu hören.

Manuel Sánchez Riera ist bekannt für sein klassisches Gitarrenspiel, das er bereits im Alter von neun Jahren erlernte. Seine Kindheit und Jugend verbrachte der Musiker in seiner Heimatstadt Barcelona, wo er unter anderem von Ramon Solé unterrichtet wurde. „Heute spiele ich viele klassische Stücke und Volkslieder, aber auch moderne Kompositionen von Queen. Das Lied wollte ich eigentlich mit einem Schüler von mir einüben, aber das war zu schwierig, deswegen spiele ich es jetzt“, sagt Sánches Riera und schmunzelt. Sein präzises Gitarrenspiel erfüllte das Museum und unter den wachsamen Augen der beeindruckenden Avalokiteshvaras, die für Mitgefühl und Schutz steht, wirkte die Musik neu.

Sánchez Riera kam am Sonntag aber nicht alleine nach Radevormwald, sondern brachte seinen Freund und Kollegen Ismael Alcalde mit, der ebenfalls in Barcelona aufgewachsen ist und seit 2014 in Köln lebt. Mittlerweile unterrichtet er selber, unter anderem in Bonn und arbeitet mit dem Flamencosänger El Juana und der Flamencotänzerin Carla Beiersdörfer zusammen.

Die klassischen Flamenco-Rhythmen, mit denen er sein Publikum verwöhnte, waren eingängig und machten es vielen Zuhörern schwer ruhig auf ihrem Platz sitzen zu bleiben. Er und Sánchez Riera brachten den Flair Spaniens in das regnerische Radevormwald.

Das Veranstaltungsprogramm des Museums für Asiatische Kunst geht am 9. April um 18 Uhr mit einem Vortrag weiter. Ingrid Jentjens wird dann über Myanmar berichten und ihre Zuhörer auf eine Rundreise durch das Land der tausend Pagoden mitnehmen. Musikalisch wird es dann wieder am 28. April mit dem Gitarristen Luis Gonzalez, der zu einer musikalische Reise durch Lateinamerika einlädt.