Radevormwald: Gespräch über Bürgerhaus-Konzept

Radevormwald: Gespräch über Bürgerhaus-Konzept

Im Kulturausschuss wird Jürgen Funke im März erste Ergebnisse vortragen.

Zu einem kleinen Disput kam es in der vergangenen Ratssitzung beim Blick auf das Bürgerhaus, das in den vergangenen Monaten beim Brandschutz ertüchtigt worden ist und in Teilen noch wird. Es ist noch nicht gelungen, alle Arbeiten abzuschließen, weil sich, so hatte es Ulrich Dippel als Leiter des Technischen Bauamtes erläutert, in den Wänden und hinter Fassaden immer technische Überraschungen verbergen können.

Die SPD-Fraktion hatte in der Sitzung nach einem Nutzungskonzept für das Bürgerhaus gefragt. "Dieser zentrale Veranstaltungsort müsse wieder Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens werden", heißt es in dem Antrag. In einem zweiten Schritt soll dieses multifunktionale Nutzungskonzept erstellt werden, um auch die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Einrichtung anzustreben.

Jürgen Fischer (CDU) fand den Antrag verwunderlich und verwies auf eine Sitzung des Ausschusses für Kultur, Tourismus und Verkehr, dem der SPD-Fraktionsvorsitzende Dietmar Stark vorsteht. Dort hatte Schulamtsleiter Jürgen Funke für die Stadtverwaltung angekündigt, ein solches Konzept zu erstellen. Der Antrag der SPD ist schließlich ohne Beschluss in den zuständigen Kulturausschuss verwiesen worden. Dieser wird aller Voraussicht nach Anfang März tagen.

Erste Arbeiten für eine erweiterte Nutzung sind bereits eingeleitet worden. Um dem Brandschutz gerecht zu werden, wird im Januar ein neuer Vorhang aufgehängt. "Der alte entsprach nicht mehr den Vorschriften", sagte Funke. Auch der neue soll einem Theater gemäß in kirschkernrot gefärbt sein.

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Für die Sitzung im März sammelt Funke derzeit Anregungen von Vereinen, aber auch Bürger sind angesprochen, Vorschläge zu unterbreiten. Mit Blick auf die Konkurrenz anderer Häuser in der Region soll das Bürgerhaus für Auftritte von Künstlern auch in der Zukunft attraktiv sein. Dazu wird auch gehören, dass haushaltswirksam in den Jahren 2019 und 2020 moderne Digitalanlagen für Licht- und Tontechnik angeschafft werden sollen. Funke hat erste Rückmeldungen erhalten, was zum Beispiel für Veranstaltungen des Kulturkreises benötigt wird.

Ziel ist es auch, das Haus für private Veranstaltungen attraktiv zu öffnen. "Dabei soll im Gegensatz zu früher allerdings darauf geachtet werden, dass eine solche Nutzung kostendeckend für die Stadt ist", sagt Funke. Bis 2011 hatte die Stadt das Bürgerhaus eine Zeit lang für Feiern so kostengünstig geöffnet, dass bei vielen privaten Veranstaltungen eine Kostendeckung nicht erreicht werden konnte. Der Vorschlag von Jürgen Funke geht dahin, im März erste Ideen vorzustellen und dann mit der Politik in den nächsten Monaten zu beraten.

Wer Ideen oder Vorschläge hat, kann sich unter Tel. 02195 6804550 an Jürgen Funke im Schulamt wenden.

(wos)