Grünen-Aktion in Radevormwald Kurios – das Insektenhotel muss schon wieder umziehen

Radevormwald · Weil man Belästigungen für Feiern im Rokoko-Gartenhaus  befürchtet, werden Insektenhaus und Wildblumenwiese an anderer Stelle angelegt.

 von links: Marianne und Bernd Bornewasser, Johannes Mans, Elisabeth Pech-Büttner.

von links: Marianne und Bernd Bornewasser, Johannes Mans, Elisabeth Pech-Büttner.

Foto: Stefan Gilsbach

(s-g) Gerade erst ist es aufgestellt worden, nun muss das neue Insektenhotel im Parc de Chateaubriant schon wieder umziehen. Zur Überraschung der Fraktion von Bündnis 90/Grüne, die das Heim für Insekten auf eigene Kosten aufgestellt hatte, ist die Verwaltung zu dem Schluss gekommen, dass der Standort neben dem Rokoko-Gartenhaus nicht geeignet ist.

Bei den Grünen herrscht Überraschung. „Uns wurde mitgeteilt, das Standesamt habe Bedenken geäußert“, sagt Elisabeth Pech-Büttner, die Fraktionsvorsitzende der Grünen. Man befürchte, dass die Insekten Hochzeits- oder andere Feiergesellschaften, die den Pavillon nutzen möchten, belästigen könnten. Das bestätigt Burkhard Klein, der der Leiter des Bauverwaltungsamtes, auf Nachfrage unserer Zeitung: „Der Standort ist nicht günstig gewählt. Die Nutzer des Gartenhauses haben sich beschwert.“ Man befürchte, dass beispielsweise bei Hochzeiten, bei denen den Gästen Sekt oder andere süße Getränke serviert werde, die Insekten aus dem benachbarten Hotel lästige Besuche abstatten und so die Feier stören könnten. Aus diesem Grund wird das Insektenhotel nebst der Infotafel nun ein Stück in Richtung des „life-ness“ versetzt. Dort soll dann auch die Wildblumenwiese entstehen, die eigentlich auch in der unmittelbaren Nachbarschaft des Rokoko-Häuschens angelegt werden sollte.

Nach BM-Informationen gab es in anderen Fraktionen teilweise Unverständnis darüber, dass die Grünen sich an einer so exponierten Stelle mit ihren Parteilogo verewigen durften. Allerdings versichert Bauamtsleiter Burkhard Klein, dass die Entscheidung, das Insektenhotel zu verlegen, nichts mit einer Intervention anderer politischer Kräfte zu tun hat.

Elisabeth Pech-Büttner findet den Vorgang dennoch seltsam. „Wir hatten vorher in Gesprächen mit dem Bauverwaltungsamt drei Standorte vorgeschlage, und der jetzige wurde dann als geeignet angesehen.“ Zur Einweihung des Insektenhotels war auch Bürgermeister Johannes Mans gekommen.

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