Radevormwald: Generationenwohnen mit Investor

Radevormwald: Generationenwohnen mit Investor

SPD-Vorschlag, der eine Idee des Seniorenbeirats aufgreift, wird weiter beraten.

Die SPD-Fraktion hat in der vergangenen Ratssitzung das Thema Mehrgenerationenwohnen erneut angesprochen und vorgeschlagen, es zu forcieren. Dieses Thema war vor einiger Zeit beim damaligen Planungsprojekt Blumen- und Neustraße ein Thema. Wie die damalige Baudezernentin Julia Gottlieb und der Beigeordnete Frank Nipken berichteten, hatte es keinen Abschluss über einen Grundstückskauf mit einem Investor gegeben.

Bernd-Eric Hoffmann (UWG) warnte vor zu großer Euphorie, weil es auch für die Nordstraße nicht gelungen sei, einen Investor zu finden. Ein solches Projekt müsse sich für den Investor rechnen. Auch der Seniorenbeirat hatte sich in den vergangenen Jahren mit dem Trägerverein "aktiv55plus" diesem Thema zugewandt - ohne zu konkreten Ergebnissen zu kommen. In anderen Städten waren solche Projekte besucht worden, in Vortragsveranstaltungen wurden einige beispielhaft vorgestellt.

Jetzt soll ein neuer Versuch gestartet werden. Als mögliche Gebiete für ein solches Wohnhaus werden das Neubaugebiet Karthausen und die Innenstadt West genannt. Burkhard Klein, Leiter der Bauverwaltung, erklärte, dass man solche Projekte nicht planungsrechtlich festschreiben könne. Man könne aber sicherlich bei den Verhandlungen mit möglichen Bauherren dieses Thema platzieren. Die Stadt ist oder wird Eigentümer der Flächen und kann dabei den Verkauf mitsteuern. Umsetzen ließe sich eine solche Idee nur mit einem Investor. Die vormalige Planung an der Blumenstraße habe gezeigt, dass es nicht einfach sei, ein solche Idee weiter zu entwickeln.

Volker Uellenberg, Leiter der Kämmerei im Rathaus, verwies auf Möglichkeiten, ein solches Projekt für die Planungen der Regionale 2025 ins Spiel zu bringen. Es sei nicht damit getan, ein solches Haus zu bauen und zu etablieren, es müssten zum Beispiel auch die Infrastruktur-Voraussetzungen geschaffen werden. Dazu gehöre gerade für ältere Personen die Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr. In dieser Woche gab es zur Regionale 2025 eine Auftaktveranstaltung.

Bürgermeister Johannes Mans erklärte, dass man ein Signal setzen möchte, eine solche Wohnform, die es etwa 550 Mal in Deutschland gibt, zu etablieren. Die Stadtverwaltung soll jetzt angesprochen werden, bei möglichen Sozialträgern für ein Mehrgenerationenwohnen zu werben. Auf politischer Ebene soll sich der Ausschuss für Demografiefragen demnächst mit dem Thema erneut befassen.

(RP)