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Radevormwald: Gemeinsamer Sport für Mensch und Hund

Radevormwald : Gemeinsamer Sport für Mensch und Hund

Eine Rarität in Deutschland - im Hundesportzentrum trainieren Mensch und Hund als Einheit.

Ein Parcours von 25 Geräten in einer Halle von 600 Quadratmetern Fläche - ein Traum für jeden agilen Hund, Realität für Jürgen und Cornelia Heinrich. Seit 2009 sind die beiden Besitzer einer Hundesporthalle in Dabringhausen Höferhof. Das Hundesportzentrum Bergisch Land ist eines der ersten Hundesportzentren Deutschlands und bietet mit einer Halle von 600 Quadratmetern Größe und einer Wiese von etwa 2000 Quadratmetern eine große Spiel- und Lernfläche für Hund und Besitzer. Von einer einfachen Grundausbildung über die Ausbildung zum Begleithund bis hin zahlreichen Hundesportarten bietet das Zentrum ein breites Angebot.

Gerade das Angebot zum Hundesport wird immer besser genutzt. Neben "Dog-Frisbee", "Trick-Dogging" und "Obedience", ist vor allem das "Agility"-Training sehr gefragt. In der aus England kommenden Sportart, geht es darum, den Hund möglichst schnell und fehlerfrei durch einen Parkour von etwa 20 Geräten zu schicken. Dabei wird der Hund nur durch Kommandos und Handzeichen seines Herrchens über Wippen, Hürden und durch Tunnel geleitet.

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"Agility-Training ist enorm im Kommen", berichtet Jürgen Heinrich, der den Sport seit acht Jahren selber ausübt. "Für den Hund bedeutet der Sport einen enormen Spaß", sagt der Besitzer von vier Collies. Außerdem lerne er, auf Kommandos zu reagieren und auch die Beziehung zwischen Hund und Mensch verbessere sich durch die gemeinsame Arbeit. Für die Hunde sei gerade die Förderung der geistigen Fähigkeiten wichtig. Angeboten wird der Sport für Menschen jeden Alters. Voraussetzung ist nur ein lebhafter Hund, der eine Grundausbildung genossen hat. "Zu uns kommen Leute, die einfach Interesse an der zusätzlichen Beschäftigung mit dem Haustier haben", sagt Heinrich. "Aber es gibt auch welche, die sehr ehrgeizig mehrmals die Woche trainieren und an großen Wettbewerben teilnehmen." Angefangen hatten die Heinrichs, die auch eine Werkzeugfertigung betreiben, eigentlich ganz privat. Zunächst nutzten sie die freie Halle nur für das Training mit den eigenen Hunden. Um die Halle finanziell tragen zu können, vermieteten sie an den Wochenenden. Als die ausgebildeten Trainer immer mehr Trainingsanfragen bekamen, erweiterten sie ihr Programm. "Mittlerweile hat sich das Sportzentrum zu einem zweiten Standbein entwickelt", sagt der 68-Jährige. Es komme mehr als gut an. Jeden Tag gibt es von 10 bis 22 Uhr Trainingsmöglichkeiten in verschiedenen Gruppen mit verschiedenen Trainern.

In Zukunft wolle man die Halle, die mit speziellem Hundesportrasen ausgelegt ist, um ein paar Meter verlängern. Auch für die fernere Zukunft habe man schon Pläne. "Unsere Tochter wird einmal in unsere Fußstapfen treten", so Heinrich. Die sei genauso begeistert vom Hundesport wie ihre Eltern.

(RP)