Geldmittel für Naturschutzvereine werden beschlossen - auch für Radvormwald

Naturschützer in Radevormwald : Naturschutzverein war wieder sehr aktiv

Der Kreisausschuss für Umwelt berät über die Zuschüsse für ehrenamtliche Helfer.

() Der Kreis-Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherfragen wird sich in seiner Sitzung am 21. November mit den Fördermitteln des Kreises an Naturschutzverbände beschäftigen. Dazu waren die Naturschutzverbände in den Städten und Gemeinden angeschrieben und um einen Bericht über ihre Tätigkeiten gebeten worden – auch der Bergische Naturschutzverein (RBN) in Radevormwald.

In der Ausschussunterlage wird detailliert aufgeführt, was die Mitglieder des RBN seit November 2018 alles getan haben, und es kommt eine ganze Menge zusammen. So wurde im vergangenen Dezember der Parc de Châteaubriant mit 400 Exemplaren von Elfenkrokussen bepflanzt, im Oktober 2019 folgten weitere hundert Pflanzen dieser Art. Ebenso kümmerten sich die Naturschützer um die Bepflanzung des Parks Novy Targ.

Im Februar 2019 gab es eine Begehung an der Wupper, wo sich inzwischen Biber angesiedelt haben. Auch eine Begehung des Baugebietes Karthausen wurde in diesem Monat veranstaltet. Im April war der Verein an der Vorbereitung der Renaturierung des Bachverlaufes im Nordpark beteiligt. Die Umweltbildung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, so waren Mitglieder im Rahmen des Ferienspaßes bei den Fledermaus-Abenden im Uelfetal dabei.

Neben diesen Einzelaktionen stehen für den Bergischen Naturschutzverband regelmäßige Veranstaltungen und Tätigkeiten auf dem Programm. Dazu zählen die Pflanzentauschbörse, die Treffen der Bergischen Gartenarche sowie die Beratung rund um Hautflügler, was konkret bedeutet, dass Menschen, die sich Sorgen wegen eines Wespen- oder Hornissen-Nestes machen, sich an die erfahrenen Kräfte des RBN wenden können – und nicht etwa an dubiose „Kammerjäger“, die in diesem Sommer im Oberbergischen Kreis ihr Unwesen getrieben haben.

Auch Aktivitäten, die zunächst sehr speziell klingen, stehen auf der Tagesordnung, wie die Erfassung und Meldung von Mollusken (Schnecken und Muscheln) in Radevormwalder Gewässern – dies im Rahmen eines Biokatasters für das Landesamt für Umwelt und Natur und die Uni Rostock.

Die Unterstützung der ehrenamtlichen Naturschutzaktionen im Kreis fällt nicht eben luxuriös aus. Kreisweit stehen pro Jahr 5000 Euro zur Verfügung. Im vergangenen Jahr bekam der Bergische Naturschutzverein 550 Euro, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald mit der Waldjugend 850 Euro, an den Nabu Oberberg gingen 1100 Euro.

(s-g)
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