Radevormwald: Geld aus Berlin für den Ausbau des Breitbands

Radevormwald: Geld aus Berlin für den Ausbau des Breitbands

7,023 Millionen Euro bekommt die Stadt für den Breitbandausbau. Der Beigeordnete Frank Nipken berichtete gestern von einem Schreiben aus Berlin an den Bürgermeister, dass der letzte Teil der Förderung vom Bund jetzt zugesagt ist. Die offizielle Übergabe der Urkunde wäre am 19. Dezember, die Stadt wird sie sich aber zuschicken lassen.

Damit werden im nächsten Jahr (Ausschreibung nach der Freigabe des städtischen Haushaltes) 482 Gebäude mit 837 Haushalten und 100 Gewerbebetriebe den Internetstandard von 50 Mbit erhalten können. Die anderen Gebäude der Stadt sind bereits angeschlossen. 2,8 Millionen zahlt das Land, 3,51 Millionen der Bund und 702.000 Euro gibt es noch mal dazu, weil Rade Haushaltssicherungskommune ist. Das ist damit, so Nipken, eine 100-Prozent-Förderung. Die weißen Flecken auf der Landkarte der Stadt, die jetzt angeschlossen werden sollen, liegen vornehmlich im nordöstlichen Stadtgebiet. In anderen Bereichen sind nur vereinzelt Häuser oder kleinere Bereiche betroffen.

Radevormwald hat aber auch einen Masterplan beauftragt, um künftigen Anforderungen an ein noch schnelleres Internet gewachsen zu sein. "50 Mbit werden auf Dauer nicht überall reichen", sagt Nipken. Die Stadtwerke Radevormwald sind deshalb damit beauftragt, bei ihren Baumaßnahmen Leerrohre mit einzusetzen, damit sichergestellt ist, dass im Laufe der Zeit Glasfaserkabel in den meisten Bereichen so eingesetzt werden können, dass sie bis an die Gebäude liegen. Ziel der Stadtverwaltung ist es, so möglichst viele Häuser erreichen zu können. "Ob sie dann eines Tages von den Gebäudeinhabern genutzt werden, das ist dann deren Sache", sagt Nipken. In einigen Bereichen wären zum Beispiel Unternehmen auch heute schon in der Lage, auf schnelles Internet mit größeren Mbit-Zahlen zuzugreifen, sie verzichten darauf aber wohl aus Kostengründen.

(wos)