Gedenkfeier in der Grundschule Wupper

Wupperorte : Gedenkfeier in der Grundschule Wupper

Zum Volkstrauertag traf man sich in den Wupperorten. Neben Totenehrung stand die Frage nach dem Echo auf diesen Gedenktag im Fokus.

Die Frage nach dem Sinn und der Pflege des Volkstrauertages stellte am Sonntag Bürgermeister Johannes Mans. „Ist dieser Tag ein Trauertag? Stimmt das noch?“ fragte er in seiner Ansprache zu Beginn einer Trauerfeier anlässlich des Volkstrauertages in der Aula der GGS Wupper auf der Brede. Die Antwort gab er sich selbst. „Ja. Dieser Feiertag hat einen Platz in unserem Kalender. Er ist Sitte. Wir brauchen Gepflogenheit und das ist gut so“, sagte er.

Er wisse von dem geteilten Echo zum Volkstrauertag. Besonders jüngere Menschen wissen die Bedeutung dieses besonderen Tages nicht. „Unser Volk braucht einen solchen Tag“, hob er hervor. Dieser sei ein Akt des Anstandes. Mans erinnerte an das unendliche Leid auf den Schlachtfeldern beider Weltkriege. „Einige unter uns haben persönliche Verluste hinnehmen müssen. Väter, Brüder oder Söhne sind gefallen“, so Mans.

Das geteilte Echo auf den Volkstrauertag sei gegeben, aber nicht das Gedenken an diese Kriegsopfer. „Das Gedenken ist unteilbar“, betonte Mans. Es unterstütze die Versöhnung mit den Feinden von damals. „Der Volkstrauertag ist ein Tag des Gedenkens, des Erzählens, der Trauer und der Umkehr“, fasste der Bürgermeister zusammen. Ohne Erinnerung könne es keinen dauerhaften Frieden geben. „Das geteilte Echo zum Volkstrauertag sollte uns nachdenklich machen“, so Johannes Mans.

Pfarrer Ernst Albrecht Keller von der ev.-luth. Kirchengemeinde Dahlerau-Remlingrade erinnerte in seiner Gedenkrede an die eigene Vergänglichkeit eines Jeden. Er hinterfrage den Sinn von Kriegen und Machtausübung. „Es gibt Opfer und Täter. Und alle gemeinsam sind wir Opfer und Täter gleichermaßen. Wir können tun und lassen und haben so Verantwortung gegenüber unserer Mitmenschen“, so Keller. Günter Künz, Lektor der evangelisch-lutherischen . Kirchengemeinde las den Text „Friedhof der versteinerten Schwerter“ von Hubert Janssen. Musikalisch gestalteten der Posaunenchor Remlingrade sowie der Kirchenchor „Caecilia“ St. Josef Vogelsmühle die Trauerfeier.

Die Totenehrung mit Kranzniederlegung nahmen Günter Künz und Bürgermeister Mans vor. Gäste der Trauerfeier waren Vertreter aus Wirtschaft und Politik, Schützenverein und Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren Herkingrade und Remlingrade sowie interessierte Bürger. Die Feier zum Volkstrauertag endete mit dem gemeinsamen Singen des Deutschlandliedes.