Radevormwald: Forschertage bieten Herausforderungen

Radevormwald: Forschertage bieten Herausforderungen

Zum fünften Mal findet die Veranstaltung der Armin-Maiwald-Schule statt. Sie steht aktuell unter dem Motto "Die fünf Sinne". Grundschüler und Bürger können das Angebot nutzen - heute von 14 bis 16 Uhr.

Die Umwelt mit geschärften Sinnen wahrnehmen, Ängste überwinden und naturwissenschaftliche Phänomene verstehen - diese Ziele verfolgen die Forschertage der Armin-Maiwald-Schule, die gestern in die fünfte Runde gingen. Zum 70. Geburtstag von Armin Maiwald hatte die Förderschule in Radevormwald das Konzept der Forschertage entwickelt und begeistert seitdem erfolgreich die Grundschüler aus der Umgebung für Naturwissenschaft und Experimente.

Jutta Tüllmann ist Teil des Organisationsteams und stolz auf alle Schüler. "Die Grundschüler haben sich überwunden und sich für alle Stationen begeistert. Unsere Schüler helfen toll an den Stationen und nehmen ihre Aufgabe ernst", sagte die Lehrerin der Armin-Maiwald-Schule.

Eine Besuchergruppe kam gestern von der Grundschule Bergerhof und hangelte sich von einem Aufgabenfeld zum nächsten. Für Enija war der Tag nicht nur etwas besonderes, weil die Zehnjährige Geburtstag feierte, sondern auch, weil sie ihre Höhenangst überwinden konnte. Auf der Slackline, weit über der Aula gespannt, konnte sie ihre Angst loslassen.

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"Ich musste meinen ganzen Mut zusammen nehmen, weil es wirklich hoch ist", sagte die Schülerin. Obwohl sie gesichert war, stieg die Unsicherheit kurz vor dem großen Moment. "Nach den ersten Schritten auf der Slackline ging es dann aber." Aus ihrer Schule probierten auch Svea und Tuana die spektakuläre Station aus. Sie hatten Spaß an allen Stationen der Forschertage. Bei "Immer der Nase nach" und "Schmeckst du noch oder riechst du schon" ging es um die Schulung der Sinne. "Es ist total spannend, wenn man sich nur auf einen Sinn beschränkt. Dann verändert sich die Wahrnehmung", sagte Svea. Mut bewies sie auf der frei im Raum stehenden Leiter. Der Gleichgewichtssinn musste in diesem Moment ganze Arbeit leisten. Sandra Haupt-Schulte, Lehrerin an der Grundschule Bergerhof, empfindet die Forschertage immer wieder als große Bereicherung für alle Beteiligten. "Die Schüler sind stolz auf die Ergebnisse der Tage, und wir lernen die Mädchen und Jungen von einer neuen Seite kennen. Die Forschertage sind zudem wertvoll für die Klassen- und Schulgemeinschaft", sagte die Lehrerin.

Das Engagement der Jugendlichen, die in der Armin-Maiwald-Schule zuhause sind, macht die Forschertage zu einem Austausch zwischen jungen und älteren Schülern. Jennifer Bauch und Jakub Piontke betreuten gestern die Höhen-Stationen und gingen in ihrer neuen Rolle auf. "Mir macht es Spaß, Dinge zu erklären und den jungen Schülern zu helfen", sagte die Schülerin. Für Förderschüler wie sie ist es eine komplett neue Erfahrung, in die Rolle des Erklärenden zu wechseln und frei vor fremden Schülern zu sprechen. "Wir haben uns mehrere Schulstunden auf die Forschertage vorbereitet, so dass wir die Stationen erklären können."

Heute, am Mittwoch, gehen die Forschertage in die Verlängerung. Nachdem die Entdeckungs- und Experimentstationen vormittags von Grundschülern genutzt werden, können zwischen 14 und 16 Uhr alle Bürger aus Radevormwald zu den Forschertagen kommen. Der Nachmittag kann auch genutzt werden, um einen Einblick in die Förderschule zu bekommen und mit den Lehrern und Schülern Kontakt aufzunehmen.

(trei)
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