Radevormwald: Förderempfehlung für Wupper ist erteilt

Radevormwald: Förderempfehlung für Wupper ist erteilt

Das Integrierte Handlungskonzept für die Wupperorte (InHK) geht in die nächste Phase. Auf einer Bürgerversammlung am Donnerstagabend informierte die Stadt über den aktuellen Stand. Erste Förderbescheide werden später kommen.

Bevor die Stadtverwaltung die einzelnen Förderanträge für die verschiedenen Projekte des Integrierten Handlungskonzeptes (InHK) Wupperorte einreichen kann, musste das InHK eine allgemeine Förderempfehlung bekommen. "Sie wurde uns Ende Februar erteilt. Auf dieser Grundlage können wir die einzelnen Förderanträge stellen", sagte Burkhard Klein, Leiter des Bauverwaltungsamtes.

Er eröffnete die eher mäßig besuchte Bürgerversammlung in der Grundschule Auf der Brede und zeichnete die nächsten Schritte zur Umsetzung des InHK auf. Weil die Projekte mit europäischem Geld gefördert werden sollen, ist der bürokratische Aufwand besonders groß. Die Stadtverwaltung muss nicht nur einen Gesamtförderantrag stellen, sondern auch gesonderte Anträge für jedes Projektjahr und jede einzelne Maßnahme. "Die meisten Anträge sind bereits fertig. Wann wir mit ersten Förderbescheiden rechnen können, weiß ich nicht. Durch die späte Regierungsbildung wird es sich verzögern", sagte Klein. Auf Nachfrage der Bürger erklärte Bürgermeister Johannes Mans den Ablauf erneut. "Durch die Förderempfehlung ist eine Tür für alle Projekte aufgegangen. Die müssen wir jetzt in einem Stufenmodell in Anträgen förderfähig machen", sagte er.

In das Förderprogramm "Europäische Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) gehören 2018 unter anderem die Projekte Quartiermanager, Konzeptstudie Begegnungsstätte sowie eine räumliche Lösung für dieses Projekt, eine Weiterentwicklung des Jugendtreffs "life" sowie die Aufwertung des Sportplatzes und des Schulhofes der Grundschule Auf der Brede. "Die Projekte des EFRE-Programms werden mit 80 Prozent gefördert", sagt Klein. Mit nur 60 Prozent werden voraussichtlich die Projekte "Ausbau der Jugendarbeit" sowie "Projektmanagement" gefördert.

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Für den Quartiersbus, der bald durch die Wupperorte fahren soll, haben die Verantwortlichen eine andere Lösung gefunden. "Der Bus ist ein Pilotprojekt, das vom Kreis gefördert wird. Wir haben bereits eine erste Streckenführung ausgearbeitet", sagte Beate Fiedler vom Kreis. Bevor der Quartiersbus allerdings losrollen kann, müssen ehrenamtliche Fahrer gefunden werden. "Außerdem müssen wir die inhaltliche Planung zusammen mit den ansässigen Vereinen angehen und brauchen für den Bus den Quartiersmanager. Der soll sich schließlich um die Koordination kümmern". Der Bürgerbusverein soll Pate des Quartiersbusses werden.

Natalie Hoffmann, Mitarbeiterin der Bauverwaltung und zuständige Projektmanagerin des InHK Wupperorte, stellte die Pläne für den Sportplatz Auf der Brede vor und ging auf die Aufwertung der Geh- und Wanderwege ein. "Wir wollen Orte des Verweilens schaffen und mehr direkte Verbindungen zur Wupper herstellen."

Zum Abschluss gab Andreas Caduff, Besitzer des Wuppermarktes, Einblicke in die Entwicklung der Nahversorgung der Wupperorte. "Der Baumarkt wird nächste Woche an den Mieter übergeben", sagte er. Die geplante Bäckerei sei bereits baurechtlich genehmigt.

(trei)