Radevormwald: Florian Reinecke wird der neue Pfarrer

Radevormwald: Florian Reinecke wird der neue Pfarrer

Einführungsgottesdienst in der Martini-Gemeinde ist am 6. Mai. 98 von 99 Wahlberechtigten stimmten für den jungen Pfarrvikar. Er ist bereits seit 2017 in der Gemeinde tätig, genießt das Vertrauen und war zuletzt allein verantwortlich.

Von 99 Wahlberechtigten haben 98 Gemeindeglieder für die Berufung von Florian Reinecke zum neuen Pfarrer der Martini-Gemeinde gestimmt. Es gab eine Enthaltung. Geleitet wurde die gestrige Gemeindeversammlung, die direkt im Anschluss an den Gottesdienst in der Kirche stattgefunden hat, von Superintendent Burkhard Kurz. Er informierte die Gemeinde zunächst über den Wahlvorgang und gab ihr die Chance, mit Fragen oder Anregungen an Florian Reinecke heranzutreten. Weil er im vergangenen Jahr bereits als Pfarrvikar in der Gemeinde gearbeitet hat und schon fest in die Abläufe integriert sowie den Gemeindeglieder bekannt ist, wurde dieses Angebot nicht in Anspruch genommen. Florian Reinecke hat 2017 zunächst an der Seite von Pastor Johannes Dress gearbeitet und war dann alleine für die Gemeinde verantwortlich.

Vorausgegangen ist der Berufungsversammlung die Entscheidung der Kirchenleitung, Florian Reinecke die Qualifikation zur Führung eines Pfarramtes zuzusprechen. Die Selbstständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) sieht für die Gemeinde in Radevormwald zwar eigentlich zwei Pfarrstellen vor, aber eine wird auch in den kommenden Jahren vakant bleiben oder von einem Diakon besetzt werden. "Die beiden Pfarrstellen sind gleichwertig. Allerdings fehlen uns die personellen, aber auch finanziellen Mittel, um die zweite Pfarrstelle zu besetzen", sagt Superintendent Kurz. Er gab während der Versammlung einen kurzen Einblick in die Personalentwicklung der SELK und wies darauf hin, dass keine Stellen abgebaut werden. "Nur die Stellen, die wir ohnehin seit Jahren nicht mehr besetzen können, werden gestrichen", sagte er.

Dass sich die Gemeindeglieder einstimmig für Florian Reinecke ausgesprochen haben und sich ihn als geistlichen Leiter ihrer Martini-Gemeinde wünschen, hat Burkhard Kurz erwartet. "Alles andere hätte mich erstaunt. Florian ist hier schon fest integriert und genießt das Vertrauen der gesamten Gemeinde. Das ist ein sehr schönes Ergebnis. Nicht nur für die Gemeinde, sondern auch für Florian und seine Familie." Florian Reinecke nahm selber an dem zweiten Teil der Versammlung nicht teil.

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Ihm wird das Ergebnis offiziell durch Burkhard Kurz mitgeteilt. Reinecke hat vier Wochen Zeit, der Berufung zuzustimmen oder sich gegen die Pfarrstelle in Radevormwald zu entscheiden. "Ich fühle mich hier wohl und habe das Gefühl, dass Gott mich hier in dieser Gemeinde haben will", sagte Reinecke vor einigen Wochen im Gespräch mit der Redaktion.

Seine offizielle Zustimmung wird sicherlich nicht viel Zeit in Anspruch nehmen und ist nur noch ein formaler Akt. Der Superintendent hat den Gottesdienst zur Einführung von Reinecke in Absprache mit der Gemeinde für den 6. Mai angesetzt. "Ab diesem Zeitpunkt ist Florian Reinecke offiziell der neue Pfarrer der Gemeinde und zwar, wenn er möchte, bis zu seinem Ruhestand. Möglich ist ein Wechsel zum Beispiel durch die Berufung einer anderen Gemeinde", sagte Kurz.

Nach der positiven Abstimmung machte die gesamte Martini-Gemeinde einen gelösten und erleichterten Eindruck. Nach dem emotionalen Abschied von Pastor Johannes Dress sind alle Gemeindeglieder froh, dass sie wieder einen engagierten Pfarrer für ihre Gemeinde gefunden haben, der mit einem offenen Ohr auf die Menschen zugeht und die Leitung der Gemeinde mit klaren Worten übernimmt. Die ersten Glückwünsche erreichten Florian Reinecke schon gestern.

(trei)