Feuer zerstört Haus in Radevormwald

Zweiter Brandeinsatz in Radevormwald innerhalb von 24 Stunden : Feuer zerstört Doppelhaushälfte

Zum zweiten Mal rückte die Feuerwehr innerhalb von 24 Stunden am Dienstag zu einem Brand aus: In der Wupperortschaft Grunewald brannte eine Doppelhaushälfte aus. Personen wurden nicht verletzt. Die Brandursache ist unklar.

Als der Löschzug 2 der Freiwilligen Feuerwehr Radevormwald am Dienstag gegen 18.20 Uhr in Grunewald eintraf, brannte die Doppelhaushälfte in voller Ausdehnung: Aus den Fenstern des Erd- wie auch Obergeschosses schlugen den Feuerwehrleuten aus Herkingrade, Önkfeld und Remlingrade die Flammen entgegen. Mit der geballten Wasserkraft aus fünf C-Rohren und unter Atemschutz gingen die Männer vor; die Hausbewohner der beiden Doppelhaushälften – zwei Ehepaare – hatten sich bereits selbstständig in Sicherheit gebracht.

Der Eigentümer der vorderen Doppelhaushälfte hatte die Leitstelle über den Notruf alarmiert. „Er gab an, eine Explosion, einen Knall gehört zu haben, vielleicht eine Verpuffung. Zum Zeitpunkt des Notrufes gab es laut dem Anrufer zwar eine Verrauchung, aber noch keine Flammen“, berichtete Einsatzleiter Heiko Balve im Gespräch mit dieser Zeitung am Dienstagabend am Einsatzort. Die Situation änderte sich dann aber zwischenzeitlich, denn als die ersten Kräfte an der Wupper eintrafen, schlugen schon die Flammen aus den Fenstern.

Das Erdgeschoss wurde unter Wasser gesetzt – hier vermutete die Feuerwehr noch viele Glutnester. Foto: UdoTeifel/Udo Teifel

35 Männer und Frauen aus den Einheiten sorgten für das Wasser und rückten dann vor, um den Brand zu bekämpfen. Das Feuer selbst war nach etwa einer Stunde unter Kontrolle, berichtete Balve. „Das Gebäude ist aber stark verwinkelt und stark verraucht. Wir suchen nach Glutnestern“, so der Einsatzleiter. Das könne noch dauern. Im Einsatz waren mehrere Wärmebildkameras.

Ob die Drehleiter der Stadt, die ebenfalls angerückt war, noch zum Einsatz kam, war am Dienstagabend offen. „Das kann sein, wenn wir das Dach öffnen müssen. Aber das kann ich noch nicht sagen“, sagte der Einsatzleiter.

Die Bewohner, zwei Ehepaare, blieben unverletzt; zwei ältere Personen wurden kurz im Rettungswagen betreut, während Feuerwehrleute das Erdgeschoss unter Wasser setzten, um kleine Brandherde zu löschen. „Die hintere Doppelhaushälfte blieb unversehrt. Die Brandmauer hat gehalten, die Türen waren geschlossen. Das Gebäude ist auch nicht verraucht.“

Wenn die Suche nach Brandnestern abgeschlossen ist, soll das total zerstörte Gebäude schnell durchlüftet werden, hieß es am Dienstagabend. Erst dann können am Mittwoch die Brandermittler der Kriminalpolizei aus Gummersbach ins Gebäude. Bis dahin ist Betreten verboten – der Brandort ist beschlagnahmt.

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