Radevormwald: Fasziniert von den Naturwissenschaften

Radevormwald : Fasziniert von den Naturwissenschaften

Eine Holzkugel, die kurz vorm Ende eines Stockes angebracht ist und balanciert werden soll – Chan kann von diesem Experiment nicht genug bekommen. Immer wieder probiert er aus, warum sich die Kugel auf dem Zeigefinger mit dem längeren Stilende nach unten besser balancieren lässt.

Eine Holzkugel, die kurz vorm Ende eines Stockes angebracht ist und balanciert werden soll — Chan kann von diesem Experiment nicht genug bekommen. Immer wieder probiert er aus, warum sich die Kugel auf dem Zeigefinger mit dem längeren Stilende nach unten besser balancieren lässt.

Auch die Entdeckung, das Wasser aus drei gebohrten Löchern in einem Regenrohr unterschiedlich schnell herausfließt, fasziniert ihn. Er ist mit sechs weiteren Vorschulkindern des Kindergartens Springel in die Armin-Maiwald Schule gekommen, um die Versuchsstationen der Mini-Phänomenta zu testen. Gestern wurde die Ausstellung offiziell eröffnet.

Technische Herausforderungen

Markus von Dreusche freute besonders, "dass auch andere Schulen Zugang zu dieser Ausstellung haben werden". Ziel für den Vertreter des Arbeitgeberverbandes ist es, viele Kinder und Jugendliche früh an naturwissenschaftliche und technische Herausforderungen heranzuführen. Seit 2006 ist die Mini-Phänomenta auf Tour durch die Schulen in NRW. Bereits im ersten Halbjahr haben 80 Schulen von dem Angebot gebraucht gemacht.

In Remscheid, Hückeswagen, Wermelskirchen und Rade, für die von Dreusche zuständig ist, haben sich sieben Schulen beteiligt. "Damit einher geht immer auch eine Schulung der Lehrkräfte", sagt von Dreusche. Schulleiterin Gina Hellering freut sich nach dem großen Forschertag 2010, "den wir so nicht jedes Jahr schaffen können", über die Miniaturausgabe für Experimentierfreudige. Leider nicht dabei sein konnte Schulnamensgeber Armin Maiwald, "weil er zurzeit mit Dreharbeiten beschäftigt ist", sagte Hellering. Dafür hofft sie auf seinen Besuch 2012, wenn es wieder mehr Experimente geben könnte. Den Unterstufenschülern und den Springel-Kindern machte das Experimentieren mit den Phänomenen Spaß und verblüffte sie.

Optik wird irritiert

Zwei gebogene Holzstücke, bei denen das obere deutlich kleiner aussieht als das untere, das irritierte auch die Optik von Kerstin Stennmanns. Nur wenn die Holzstücke aufeinandergelegt sind, akzeptiert das Auge, dass sie gleich groß sind. "Verrückt, oder?, sagte die Elternvertreterin. Passend zum Thema der Auftritt des Unterstufenchores, der das Ziel "gemeinsam die Welt begreifen" musikalisch umsetzte.

(adas)
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