1. NRW
  2. Städte
  3. Radevormwald

Thema Datenschutztag: Facebook ändert Datenschutzregeln

Thema Datenschutztag : Facebook ändert Datenschutzregeln

Facebook-Nutzer müssen sich mit neuen Regeln beim Datenschutz beschäftigen. Das soziale Netzwerk will mehr persönliche Infos sammeln. Die Nutzer müssen aktiv werden, wenn sie neue Funktionen ablehnen.

Was ändert sich? Ab Freitag gelten neue Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB). Das soziale Netzwerk möchte das Verhalten der Nutzer stärker auswerten. Diese bekommen die Möglichkeit, Datenschutz-Einstellungen stärker zu kontrollieren. Wer sich ab Freitag einloggt, stimmt den neuen AGB zu. Ein Widerspruch ist nicht möglich. Zuletzt kursierten Bilder bei Facebook, auf denen mit einem Spruch den AGB widersprochen wird. Diese sind rechtlich wirkungslos.

Standorte erfassen Künftig können Standortdaten erfasst und mit Werbeanzeigen verbunden werden. "Wenn du in der Zukunft beschließt, mitzuteilen, wo du bist, kann es sein, dass dir die Speisekarten von Restaurants in der Nähe oder Statusmeldungen von Freunden in der Umgebung angezeigt werden", heißt es bei Facebook. Wer das nicht will, sollte der Facebook-App auf seinem Smartphone keinen Zugriff auf das GPS-Modul gewähren.

Werbung und Einkaufen Facebook will Werbung stärker personalisieren. Dazu soll nachgehalten werden, welche Seiten der Nutzer besucht und welche Apps er benutzt. Gleichzeitig soll es auch die Möglichkeit geben, bei Facebook Waren zu kaufen. So erhält das soziale Netzwerk auch Infos über das Kauf- und Zahlungsverhalten.

Was sollte ich tun? Nutzer sollen ihre Einstellungen durch die interaktive Anleitung "Grundlagen zum Datenschutz" ändern können, verspricht Facebook. Neue Funktionen müssen in der Regel abgestellt werden, wenn man damit nicht einverstanden ist. Dennoch sammelt Facebook die Daten, warnen Verbraucherschützer. Sie raten dringend dazu, Beiträge bei Facebook nur einem begrenzten Personenkreis sichtbar zu machen.

(BM)