Europawahl – unbedingt sein Kreuzchen machen!

Ansichtssache : Europawahl – unbedingt sein Kreuzchen machen!

Fäkalabwasser in der Wupperschleife, der Tag der Ausbildung und die Europawahl – ein vielfältiger Strauß an Themen in Radevormwald.

Es riecht ekelhaft, es sieht fies aus – und ob es für die Umwelt tatsächlich nicht schädlich ist, wird kontrovers diskutiert. Nachdem Jäger Jörg Krogull auf einen – seiner Meinung nach – Umweltskandal am Regerückhaltebecken in Herbeck aufmerksam gemacht hat, sind die Abschläge von Fäkalwasser in die Wupperschleife ein Thema in Radevormwald. Dabei gibt es diese Einleitungen schon seit 30 Jahren. Das heißt nicht, dass sie gut sind, aber der Gesetzgeber sieht solche Abschläge nun mal vor und erkennt darin auch keine Gefährdung der Umwelt. Auch bei der jüngsten Kontrolle der Bezirksregierung gab es keine Beanstandungen oder Bußgelder. Die Stadt ist da auf der sicheren Seite. Warum aber ist es nicht möglich, eindringlicher auf den Grundstückeigentümer einzuwirken, damit das Bauwerk endlich auf den neuesten Stand gebracht werden kann? Wie kann es sein, dass bei einem Projekt, das ja nun wirklich die Allgemeinheit und den Naturschutz ganz direkt betrifft, ein Einzelner die Planungen so in die Länge ziehen kann? Da sollten die Politiker mal ansetzen, vielleicht mal ihren Einfluss gelten machen und darauf einwirken. Bis es so weit ist, bleibt es wohl dabei, dass bei Starkregen Fäkalien stark verdünnt in die Wupper gelangen können. Nicht schön, aber wohl auch nicht vermeidbar.

An diesem Wochenende gibt es jede Menge Termine in Radevormwald: Die Veranstaltungen gerade am Sonntag „knubbeln“ sich. Absoluter Pflichttermin ist natürlich die Europawahl. Alle Wahlberechtigten sollten unbedingt von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen und am Sonntag ihr Kreuzchen machen. Das Wort „Bürgerpflicht“ mag zwar etwas abgedroschen klingen, trifft es aber richtig gut. Nur wer versucht, mitzugestalten, beteiligt sich aktiv an der Demokratie. Und insofern macht es auch wenig Sinn, die extremen Kräfte am linken oder rechten Rand zu unterstützen. Nur demokratische Kräfte bringen Europa nach vorne und stärken die Gemeinschaft – in einer doch eher unruhigen Zeit.

JOACHIM RÜTTGEN. Foto: Moll, Jürgen (jumo)

Für junge Menschen dürfte der „Tag der Ausbildung“ am Samstag, 10 bis 15 Uhr, in der GGS Stadt und in einigen Unternehmen ein Pflichttermin sein. Hier bekommen sie geballt alle wichtigen Informationen über ihre Wunschausbildung. 34 Firmen machen mit – so viele wie nie zuvor. Auch das Obergeschoss der Schule wird genutzt, um den Unternehmen viel Raum für ihre Präsentationen zu geben. Schüler, Lehrer und Eltern sollten die Chance nutzen und sich umfassend informieren. Nur wer sich kompetent beraten lässt, kann eine fundierte Entscheidung treffen, die entscheidend für den weiteren Lebensweg ist.

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