Europäisches Tchoukball-Turnier fand in Radevormwald statt

Sportereignis in Radevormwald : Rade begrüßt Tchoukballer aus Europa

Der European Winners Cup 2019 wurde am Wochenende in Radevormwald ausgetragen. Zwölf Mannschaften kämpften um den Sieg und lobten den Standort.

Zwölf Mannschaften aus zwölf europäischen Ländern kamen am Freitag in die Sporthallen an der Hermannstraße, um den Titel des European Winners Cup 2019 zu ergattern. Der deutsche Ausrichter, der TuS Oeckinghausen hatte sich als Standort für Radevormwald entschieden, weil die zwei großen nebeneinander liegenden Hallen optimale Voraussetzungen bieten. „Die Hallen in Rade erfüllen alle Standards. Toll ist auch, dass die Hallen durch einen trockenen Gang miteinander verbunden sind und die Spieler nicht raus in den Regen oder die Kälte müssen, falls sie den Standort wechseln müssen. Das findet man woanders kaum“, sagt Thomas Langescheid, Vorsitzender des TuS Oeckinghausen. Er war vor fünf Jahren bereits mit einem Tchoukball-Turnier in Radevormwald und hat die Stadt auf der Höhe schon damals schätzen gelernt.

Neben den gut ausgestatteten Sporthallen ist die Infrastruktur gut, gleiches gilt für die Unterbringungsmöglichkeiten der Sportler. „Die Jugendherberge und die Jugendbildungsstätte sind beide ruhig gelegen und fußläufig von der Sporthalle erreichbar. Zu den Flughäfen nach Köln oder Düsseldorf ist es auch nicht weit.“ Als Gastgeber musste der TuS Oeckinghausen sich um die Anreise der internationalen Spieler kümmern. Die fühlten sich in Radevormwald alle wohl.

Joachim Fromm, Pressesprecher des Deutschen Tchoukball-Verbandes, freut sich darüber, dass die europäische Vereinsmeisterschaft so gut angenommen wurde. „Wir erreichen Zuschauer vor Ort, weil wir die besten Spieler aus Europa zusammenbringen. Tchouckball ist immer noch eine relativ unbekannte Sportart, deswegen ist es umso schöner, wenn wir Zuschauer anlocken können“, sagt er.

Tchoukball ist eine Mischung aus Basketball, Handball und Volleyball. Bei der Ballsportart spielen zwei Mannschaften mit jeweils sieben Spielern gegeneinander. Das Spielfeld hat etwa die Größe eines Basketballfeldes. An beiden Seiten des Spielfelds steht ein Frame, das ist ein Rahmen mit einem gespanntem Netz. Vor dem Frame ist jeweils eine Sperrzone ausgeschrieben. Um einen Punkt zu erzielen, wirft die angreifende Mannschaft auf das Netz. Wenn der Ball im Feld landet, hat die Mannschaft einen Punkt erzielt. Die verteidigende Mannschaft versucht zu verhindern, dass der Ball nach dem Wurf auf das Netz den Boden berührt. Jede Mannschaft kann auf beide Netze spielen, es gibt keine Seitenzuordnung, außerdem spielen Männer und Frauen in gemischten Mannschaften.

„Tchoukball ist ein fairer Sport, der alters- und geschlechtsübergreifend gespielt wird. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, das uns auszeichnet. Hier geht es um Bewegung, Taktik aber auch um den Fairnessgedanken“, sagt Fromm. Im Halbfinale standen nach zwei Spieltagen am Sonntagmorgen die Mannschaften Ferrara Bulls, Meyrin Panthers, La Chaux-De-Fonds Beehives und RuckTchouk Traiskirchen.

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