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Radevormwald: Es muss mehr getan werden für die Wupper

Radevormwald : Es muss mehr getan werden für die Wupper

Auf der Suche nach Vorschlägen und Ideen, wie das Leben in den Wupperorten attraktiver werden kann, besuchte die Redaktion der BM am Samstag den Wuppermarkt in Vogelsmühle. Für Jutta Hillebrand ist der Wuppermarkt die nächste Einkaufsmöglichkeit. Sie sieht wie einige Besucher aus Wuppertal-Beyenburg dort noch großes Potenzial.

Bänke, Bäcker und Drogerie

"Die Anbindung ist gut und man findet immer einen Parkplatz. Aber es wäre wichtig, dass der Parkplatz verschönert werde. Etwa mit Sitzbänken", sagte Hillebrand stellvertretend für andere, "mir würde ein Zugang zur Wupper gefallen. Das würde auch Wanderer anlocken." Dazu gehörten endlich auch zwei Toiletten, fordert Michael Maas.

Klarer Tenor zahlreicher Bürger, unter anderem von Margot Schöf und Wilfried Scharf: "Es muss wieder ein Bäcker her, das ist ein Anziehungspunkt." Sie fordern ein größeres Engagement des Eigentümers. Da müssten sich auch Stadt und Wirtschaftsförderung aktiver zeigen. Ruth Klinkusch fordert zudem einen neuen Drogeriemarkt für den täglichen Bedarf. Auch ein Blumengeschäft wäre wichtig. "Für den Wuppermarkt müsste ein durchgängiges Konzept entworfen werden", sagte Wilfried Scharf, der seit 32 Jahren an der Wupper wohnt. "Wir haben ein wunderschönes Wohnumfeld; aber nur, solange man ein Auto hat. Leider ziehen auch viele Kinder weg", ergänzte Ehefrau Elke Scharf.

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Neben den konkreten Forderungen für den Wuppermarkt bedauern viele Wupperaner, dass aus der Stadt heraus zu wenig für sie getan werde. "Die Wupper wird sträflich vernachlässigt", sagte Helga Isler. Ein Bürger, der nicht genannt werden wollte, formulierte: "Radevormwald ist die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten mit dem Stiefkind Wupper." Auch Hans-Otto Ottfried vom Vorstand des Bürgervereins für die Wupperorte bemängelt, dass zum Beispiel der Weg vom Wuppermarkt über Schnellental bis zur Wülfingstraße in einem sehr schlechten Zustand ist, abgesehen von dem Zaun. Klaus Gäaler, der seit 22 Jahren in Dahlerau wohnt, bemängelt einen zu teuren Internetanschluss und zu wenig Einsatz für die Sauberkeit. "Wenn wir rund um den Bahnhof Dahlerau nicht regelmäßig selbst aufräumen würden, passierte dort nichts", sagte Gäaler.

Ruth Klinkusch bemängelte den schlechten Zugang mancher Stellen. Neben Brennnesseln an der Treppe zur Flurstraße, seien die Wege entlang der Wuppertalstraße wenig gepflegt. Für ältere Fußgänger sei das letzte Stück des Gehwegs zum Parkplatz Wuppermarkt nur schwer zu überwinden. Hans-Otto Ottfried sieht für die Arbeit seines Vereins grenzen. "Wir können uns um Teile des gesellschaftlichen Lebens kümmern wie Weihnachtsbeleuchtung oder Adventsmarkt, wir können aber nicht die strukturellen und wirtschaftlichen Probleme beseitigen", sagte er.

(RP)