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Erste Fraktionen in Radevormwald wollen Neubau der Schule Lindenbaum

Schulsanierung Radevormwald : UWG und AL wollen einen Neubau der KGS Lindenbaum

Es gibt Zweifel daran, ob an dem jetzigen Standort der Katholischen Grundschule Lindenbaum eine angemessene neue Grundlage für Schule und Offenen Ganztag geschaffen werden kann.

Vor der heutigen Sitzung des Schulausschusses, bei der es erneut um die Zukunft der Katholischen Grundschule Lindenbaum geht, haben die Fraktionen der Unabhängigen Wähler-Gemeinschaft (UWG) und der Alternativen Liste (AL) sich gegen einen Umbau ausgesprochen. Sie sind der Meinung, dass die Schule neu gebaut werden soll.

„Nur durch einen Neubau kann eine zukunftssichere und tragfähige Basis für die katholische Grundschule geschaffen werden“, heißt es in einer Mitteilung der UWG. Eine Sanierung an Ort und Stelle bietet diese Nachhaltigkeit nicht. Das Gebäude sei alt (110 Jahre) und berge Kostenrisiken. Dass während des Umbaus die Schüler zwei Jahre lang in einen Container umziehen müssten, ist für die UWG ebenfalls ein Argument, einen Neubau an anderer Stelle (etwa der Blumenstraße) zu errichten.

Ein solcher Neubau wird für das Stadtsäckel laut den Berechnungen der Verwaltung allerdings deutlich teurer werden. Für den Umbau mit Erweiterung am jetzigen Standort veranschlagen die Mitarbeiter der Stadt rund 4,5 Millionen Euro. Für eine Neubau nebst Betreuungseinrichtung und Turnhalle wären dagegen 13,6 Millionen Euro nötig, also fast drei Mal so viel. Allerdings zweifeln die UWG-Mitglieder diese Zahlen an, ebenso wie die Fraktion der Alternativen Liste (AL). Deren Fraktionsvorsitzender Rolf Ebbinghaus ist der Auffassung, dass „Äpfel mit Birnen“ verglichen werden. Er hält die große Differenz bei den beiden Berechnungen nicht für schlüssig. “Wir sparen nichts, wenn im Zuge eines möglichen verpflichtenden Ganztages in der Grundschule wir dann doch an anderer Stelle den Neubau errichten müssen, der heute aus scheinbaren Kostennachteilen nicht gewollt ist“, so Ebbinghaus. Die Stadt sei in jedem Fall gezwungen, einen hohen siebenstelligen Betrag zu investieren. Zudem gibt der AL-Fraktionschef zu denken, dass das Konzept der „Bildungshäuser“ mit der Verknüpfung von Kita und Grundschule am jetzigen Standort nicht umgesetzt werden könne.

(s-g)