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Radevormwald: Erst Kunstrasen, dann Treffpunkte

Radevormwald : Erst Kunstrasen, dann Treffpunkte

Das Integrierte Handlungskonzept Wupperorte wurde Montagabend im Bürgerforum vorgestellt. Erste Förderanträge will die Stadt noch 2017 stellen. Der Plan: 2018 Sportplatz Brede, 2019 Jugendtrefferweiterung, 2020 Treffpunkt Wupper.

Die Wupperorte sollen aufgewertet werden. Dafür sollen bis 2022 3,5 Millionen Euro aus Mitteln der Stadt und öffentlicher Fördergeber fließen. Der Startschuss soll 2018 der Umbau des Sportplatzes sein. Der Rat entscheidet darüber am kommenden Dienstag, 26. September.

Um an Fördermittel der Europäischen Union, des Bundes und Landes NRW zu kommen, muss die Stadt ein Integrierte Handlungskonzept (InHK) erstellen, dessen Maßnahmen unter dem Titel "Starke Quartiere - starke Menschen" eingeordnet werden. Aus Bürgerforen- und Workshops hat die Stadt mit Unterstützung des Oberbergischen Kreises ein InHK erstellt. Burkhard Klein, Leiter der Bauverwaltung, stellte die wichtigsten Maßnahmen und ihre zeitliche Planung in der Grundschule in einem Bürgerforum vor.

"Wir brauchen dieses Handlungskonzept, um an Förderprogrammen teilzunehmen und eine umfassende Steuerung zu gewährleisten", sagte er. Das InHK umfasst städtebauliche, sozial-räumliche, ökologische und ökonomische Anpassungserfordernisse der Wupperorte. Grundlage des InHK ist eine detaillierte Erhebung und Analyse der Strukturen der Quartiere an der Wupper. Insgesamt deckt das InHK sechs Themenbereiche (25 Einzelmaßnahmen) ab, von denen manche bis einschließlich 2022, andere auch noch nach 2022 umgesetzt werden sollen.

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Die Soziale Infrastruktur der Wupperorte soll in erster Linie durch eine Begegnungsstätte aufgewertet werden. "Dafür brauchen wir eine Konzeptstudie, die Bedarfe abfragt und die Standortfrage klärt. Sobald sie steht, können wir die Begegnungsstätte mit einem Ankauf, Umbau oder Neubau umsetzen", sagte Klein und verwies darauf, dass die Planung und Umsetzung des gewünschten Treffs zu einer der langfristigen Maßnahmen gehören wird.

Zum Bereich Soziale Infrastruktur gehört auch die inhaltliche und räumliche Erweiterung des Kinder- und Jugendtreffs Life, der zusätzlich mit zwei neuen Stellen (begrenzt auf zwei Jahre, eine fürs Life, eine für aufsuchende Arbeit) unterstützt werden soll. "Das InHK investiert auch in Personal", sagte Klein.

Das Kapitel der Städtebaulichen Struktur sieht die Erstellung eines Entwicklungskonzepts für den Standort Wülfing sowie eine Wiederbelebung der Brachflächen an der Wupper vor. Außerdem soll der Platz vor der Turnhalle an der Färberstraße neu gestaltet werden. Diese Projekte gehören zu den flankierenden und langfristigen Maßnahmen des InHK. Elementares Thema der nächsten Jahre ist die Mobilität, die durch ein Pilotprojekt eines Quartierbusses, einer Mitnahmebank sowie einer Car-Sharing- und/oder Ladestation gestärkt werden soll. "Für die Mitnahmebank müssen wir einen sinnvollen Standort ermitteln", sagte Klein. Hans-Otto Ottfried kündigte an, dass der Bürgerbusverein die Patenschaft für den Dorfbus übernehmen würde.

Kurzfristig umsetzbare Maßnahmen enthält der Themenbereich Öffentlicher Raum. Der Spielplatz am Familienzentrum auf der Brede soll durch barrierefreie Spielangebote erweitert und der Sportplatz n saniert und aufgewertet werden. "Wir versuchen, noch 2017 den Antrag für die Sanierung zu stellen, damit wir 2018 einen Kunststoffrasen verlegen können", sagte Klein. Vorgesehen ist auch eine Neubeschichtung der Sprint-Laufbahn.

Der Öffentliche Raum soll weiter mit einem Freiraumkonzept, das sich auf die Geh- und Radwege, aber auch auf die Straßen der Ortschaften bezieht, weiterentwickelt werden. Zu den Maßnahmen im Bereich Umwelt und Klima wird langfristig die Aufwertung und Entsiegelung des Schulhofes sowie die energetische Optimierung der Grundschule auf der Brede gehören. Das InHK soll heute der Politik vorgelegt und für weitere Beratungen über konkreten Maßnahmen übergeben werden.

(RP)