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Radevormwald: Einkehrtag mit Monsignore

Radevormwald : Einkehrtag mit Monsignore

Der Kolping-Bezirksverband hatte für Samstag zum Einkehrtag eingeladen, den die Rader Kolpingsfamilie ausrichtete. Monsignore Pfarrer Guido Assmann gestaltete diesen Tag gemeinsam mit rund 60 Kolpingmitgliedern.

Mit sichtbarer Freude begrüßte Rolf Schäfer, Vorsitzender des Kolping-Bezirksverbands Oberberg Nord, Monsignore Guido Assmann im Caritashaus. Vorangegangen war ein Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Marien, einst Heimatkirche des Ehrengasts.

"Es ist schön, wieder einmal hier in Radevormwald zu sein", sagte Guido Assmann gut gelaunt. Der Geistliche zeigte seine Freude über den herzlichen Empfang, den ihn Mitglieder der Kolpingsfamilien Lindlar, Wipperfürth, Remscheid, Lennep, Hückeswagen, Radevormwald und Vogelsmühle bereiteten.

Das Motto bewusst verschwiegen

"An unseren Einkehrtagen widmen wir uns im Kreise der Kolpingsfamilien besonderen religiösen Themen. Das Thema für den heutigen Einkehrtag hat uns Guido Assmann noch nicht verraten", sagte Ingrid Möllers von der hiesigen Kolpingfamilie zu Beginn der Veranstaltung. Fast schon spitzbübisch neckte später Monsignore Assmann die Kolpingmitglieder mit der Tatsache, das Thema auf den Einladungen bewusst weggelassen zu haben. "Ich möchte heute über die unterschiedlichen Wege sprechen, über die Glauben gelebt wird. Wege zu finden, die die Botschaft umsetzen können, Jesus Christuns ist mit uns, ist unter uns", sagte der Geistliche.

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Assmann machte die Unterschiede einzelner religiöser Zweige deutlich und erläuterte die Bedeutungen verschiedener Feiertage. Dabei nahm der Monsignore die Feiertage im Monat November besonders unter die Lupe. "Ich möchte nicht verschweigen, dass es viele Unterschiede gibt. Ökumene heißt nicht, alle Glaubensgruppen in einen Topf werfen und etwas Neues kommt heraus", stellte er klar.

Gebete für die Verstorbenen

Die rund 60 Mitglieder der Kolpingsfamilien lauschten interessiert, als Assmann erklärte, der Toten zu gedenken und deren Schwächen ihres Lebens heute in die Gebete einzubinden. "Die Verstorbenen können nichts mehr an ihren Schwächen ändern, aber wir können noch eine Änderung vornehmen", mahnte Assmann.

Er referierte mit starker Stimme über weitere aktuelle Glaubensthemen. Dabei brachte er seine Erfahrungen aus seiner 21-jährigen Tätigkeit als Priester in verschiedenen Pfarrgemeinden ein. Erinnerungen an seine Schul- und Jugendzeit in Radevormwald waren ebenfalls präsent. "Hier war ich Gemeindemitglied. Zu Radevormwald und zu dieser Pfarrgemeinde habe ich eine sehr enge Verbindung", sagte Guido Assmann, der 2006 durch Papst Benedikt XVI. den Titel "Monsignore" verliehen bekam.

(sig)