Radevormwald: Eine weitere Kita-Gruppe für 20 Kinder

Radevormwald : Eine weitere Kita-Gruppe für 20 Kinder

Der Jugendhilfeausschuss soll am Donnerstag beschließen, dass für die Kita "Sprungbrett" in Bergerhof eine vierte Gruppe eingerichtet wird. Geplant ist sie als "Wald-Gruppe" in einem separaten Bauwagen. Losgehen soll es im Sommer.

Die Zahl der Kinder in der Stadt, die einen Kindergartenplatz benötigen oder dort angemeldet werden könnten, steigt derzeit langsam an. Das berichtet Sozialdezernentin Ute Butz. Eine der Ursachen ist der Zuzug junger Familien nach Bergerhof auf die Neubaufläche der Loh'schen Weide. 2013 sind in der gesamten Stadt demnach 50 Kinder zugezogen, die zwischen dem 1. Oktober 2009 und dem 1. November 2012 geboren sind. 41 Kinder sind mit ihren Eltern weggezogen. Im vergangenen Jahr standen 36 Zuzügen nur 22 Wegzüge gegenüber. In den vergangenen beiden Jahren ist demnach die Zahl der potenziellen Kindergartenkinder um 23 gestiegen. Für das kommende Kindergartenjahr, das am 1. August beginnt, fehlen derzeit 32 Plätze für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. "Betroffen ist jetzt besonders der Bereich Bergerhof und Herbeck", heißt es in einer Unterlage der Verwaltung zum Jugendhilfeausschuss. Auch in Herbeck gab es Zuzüge zum Beispiel auf dem ehemaligen Mundorf-Gelände hinter der Westfalen-Tankstelle.

Die Stadt möchte deshalb an der städtischen Kindertagesstätte "Sprungbrett" (Herderstraße) eine zusätzliche Gruppe angliedern. "Wir schlagen die Einrichtung einer Waldgruppe vor", sagt Ute Butz. Sie glaubt, dass die Vorbereitungen bis zum Sommer abgeschlossen sein können. Eingerichtet wird sie für 20 Kinder (drei bis sechs Jahre), die von ihren Eltern für 35 Stunden Wochenbetreuung angemeldet werden. Der Fachbereich Jugend und Bildung rechnet mit 2,5 Stellen für diese Gruppe und Investitionskosten in Höhe von 72 000 Euro. Obwohl 30 Plätze fehlen, rät die Verwaltung, nur eine Kita-Gruppe einzurichten.

Für eine neue, zweigruppige Kindertagesstätte müsste erst ein Mietobjekt gefunden werden. Eine Umsetzung sei erst zum Kindergartenjahr 2016/17 möglich. Die Einrichtung der Waldgruppe soll früher möglich sein. Die Stadt will einen speziellen Bauwagen anschaffen, in dem die Kinder spielen und sich bewegen können. "Die Waldgruppen in Wipperfürth und Remscheid laufen sehr gut", sagt Ute Butz. Eine Mitarbeiterin des "Sprungbrett" habe bereits die Sonderausbildung für eine solche Gruppe.

Nach der Entscheidung im Jugendhilfeausschuss soll der Stadtrat im April die Mittel freigeben. Butz glaubt, dass die neue Gruppe ausreicht, um die Wünsche der Eltern zu erfüllen. Sie macht darauf aufmerksam, dass zahlreiche Eltern nicht auf die Kindergartenabfrage der Stadtverwaltung geantwortet haben. "Das ist eine Schwachstelle", sagt Butz. Auch hätten zahlreiche Eltern ihre Kinder in drei bis vier Häusern angemeldet. "Es dauert eine Zeit, bis wir die genauen Zahlen erhalten", sagt Butz.

Leider habe der Landesgesetzgeber festgelegt, dass die Anmeldungen nicht mehr zentral über die Städte laufen. "Bisher haben alle Eltern, die einen Kindergartenplatz brauchten, auch einen bekommen", sagt Butz. Die Warteliste sei sehr klein. Sie empfiehlt Eltern, die einen Platz suchen, sich mit Brigitte Gajdzinski vom Fachbereich unter Tel 02195 6804552 in Verbindung zusetzen. Butz teilt mit, dass die vergangene Woche zum Sommer gemeldeten drei freien Plätze in der Einrichtung in Herbeck (früher Springel-Kinder) jetzt besetzt sind.

(RP)