Ansichtssache: Ein neues Singen auf dem Markt an Heiligabend

Ansichtssache: Ein neues Singen auf dem Markt an Heiligabend

Morgen Abend startet eine neue Zeit, das Weihnachtssingen ist neu organisiert. In der Woche vor Weihnachten hat die Sparkasse ihren Abschluss "hinbekommen". Hoffentlich ist die Einmütigkeit ein gutes Zeichen.

Es ist geschafft. Bis auf die, die heute und morgen auf vielfältige Weise die Versorgung oder Betreuung der Bevölkerung sicherstellen oder für deren Sicherheit sorgen, haben die anderen die zum Teil hektische Vorweihnachtszeit abgeschlossen.

Gespannt sein darf man morgen auf das neu gestaltete Singen an Heiligabend. Die vergangenen Jahrzehnte waren geprägt von der Musik der Bläser der Martini-Gemeinde und des Chorgesangs des Radevormwalder Männerchors. Beide Chöre sind aus nachvollziehbaren Gründen ausgestiegen.

Jetzt stellt sich die Frage, ob man trotzdem morgen Abend um 23 Uhr auf den Marktplatz geht. Da man jedem Neuen eine Chance geben sollte, werden hoffentlich viele Radevormwalder und deren Gäste aus nah und fern der Musik lauschen oder vielleicht sogar mitsingen. Heike Ueberall von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft hat das Programm zusammengestellt. Der Neuanfang ist gemacht. Wenn viele mitmachen, wird die Chance größer, dass es auch im kommenden Jahr eine solche Veranstaltung gibt. Weitere Ideen sind sicher immer erwünscht.

Entlastet worden sind in dieser Woche Vorstand und Verwaltungsrat der Sparkasse von der Zweckverbandsversammlung. Nachdem bei der ersten Sitzung einige Fragen öffentlich gestellt worden waren, gab es am Dienstag Einstimmigkeit. Ob im vorangegangenen nichtöffentlichen Teil alle Fragen beantwortet worden sind und darüber diskutiert worden ist, ist nicht bekannt. Aus Sicht der Kunden, der Mitarbeiter und der Stadt ist zu wünschen, dass die Schlagzeilen im kommenden Jahr endlich wieder positiv sind. Dazu gehört, dass es dem Vorstandsvorsitzenden Frank Jäschke gelingt, wieder Ruhe in das System Sparkasse Rade-Hückeswagen zu bringen. Die Konkurrenz wird nicht kleiner.

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Rade ist eine Kleinstadt. Einige mokieren sich darüber. Man kann aber auch sagen: Das ist gut so. Ein Beispiel dafür ist die Hilfe der Sportvereine für den Schwimmunterricht, der von den Schulen angeboten wird. Lehrer alleine können die gesetzlichen Unterrichts-Anforderungen wegen des Personalschlüssels nicht mehr alleine erfüllen. Während das in anderen Kommunen das Aus für den Schwimmunterricht bedeutet, helfen in der Stadt auf der Höhe einige der Schwimmtrainer von TSV und DLRG. Das ist nicht selbstverständlich, auch wenn dies sicher einige meinen. Verein ist nicht nur "Vereinsmeierei", sondern sehr häufig Ehrenamt mit sozialem Aspekt. Denn: Nur, wer richtig schwimmen kann und sich im Wasser sicher fühlt, läuft nicht Gefahr, im freien Gewässer zu ertrinken.

Auch zahlreiche Radevormwalder haben sich sogenannte weiße Weihnachten gewünscht. Daraus wird nichts - bis auf letzte Schneeflecken aus den vergangenen Tagen rund um den dritten Advent. Beim Blick auf die Nachbarschaft darf man sagen, dass die Mitarbeiter des Betriebshofes in Rade gute Arbeit leisten. Wer zum Beispiel nach Remscheid oder Wuppertal fahren muss, der kann ein Lied von schlecht geräumten Straßen singen. Auch im Vergleich zum höher liegenden Sauerland ab Halver und Lüdenscheid kann sich der Winterdienst gut sehen lassen.

Warten ist derzeit noch angesagt auf die Gewinne der Werbegemeinschaft "Rade lebt". Erst nach dem Jahreswechsel am 4. Januar werden die Gewinner ermittelt. Wer in Rade gekauft hat, erhält die Chance auf den VW Up oder einen der attraktiven Einkaufsgutscheine.

Jetzt sind vielleicht ein paar ruhige Tage angesagt. Das wünscht jedenfalls die Redaktion der Bergischen Morgenpost.

(RP)