Radevormwald: Ein neues Konzept für das Bürgerhaus

Radevormwald : Ein neues Konzept für das Bürgerhaus

Schulamtsleiter Jürgen Funke möchte bis 2018 nach dem Abschluss der Brandschutzarbeiten die Voraussetzungen für eine effektive Nutzung des städtischen Veranstaltungshauses am Schlossmacherplatz für die nächsten Jahre schaffen.

Derzeit wird im Bürgerhaus gearbeitet, damit die Veranstaltungen auch in Zukunft nach den aktuellen Regeln des Brandschutzes sicher organisiert werden können. Parallel dazu möchte Jürgen Funke, Leiter des Amtes für Schule, Kultur und Sport, in dessen Zuständigkeitsbereich die Organisation im Bürgerhaus liegt, ein neues Nutzungskonzept erarbeiten. Dies hatte er in der Sitzung des Kulturausschusses im Juni angedeutet. Dieses Konzept soll im kommenden Jahr stehen, damit bei Bedarf Anträge für Fördermittel oder Mittel für Neuanschaffungen gestellt werden können.

"Wir sind derzeit dabei, eine Bestandsaufnahme zu machen. Das gilt zum Beispiel für die Technik, die in der Zukunft gebraucht wird, aber auch für die Bestuhlung. Wir sollten alles auf den Prüfstand stellen", sagt Funke. Unter Technik versteht Funke eine gute Ausleuchtung von Auftritten von Künstlern und auch die richtige Beschallung. Kunst und Kultur sieht er als Wirtschaftsfaktor und liegt damit im Einklang mit dem Vorsitzenden des Kulturausschusses, Dietmar Stark (SPD).

Untersucht werden soll, ob die aktuelle Bühnentechnik, die Akustikanlage oder auch die Bühnenausstattung für die Zukunft ausreichen. "Was nützt es, wenn wir ein gutes Haus haben, die Technik aber nicht auf dem neuesten Stand ist, um den Künstlern gerecht zu werden?", fragt Funke. Untersucht werden soll zum Beispiel auch, ob eine neue Bestuhlung erforderlich ist, oder durch mehr Stehplätze die Kapazitäten für einige Veranstaltungen ausgeweitet werden können. Dabei sollen auch die Bedürfnisse für Empfänge und nichtkulturelle Veranstaltungen untersucht werden. So soll auch geprüft werden, ob die Küchenausstattung im Foyer ausreicht. Neben der technischen Ausstattung soll auch die inhaltliche Ausrichtung unter die Lupe genommen werden. Ohne eine Festlegung der Inhalte, die in den nächsten Jahren im Bürgerhaus präsentiert werden sollen, könne keine Perspektive für die technische Ausstattung erarbeitet werden.

Foto: Moll Jürgen

Funke möchte die Politik und die Bürger mit einbinden. Ein wichtiger Ansprechpartner ist dabei Michael Teckentrup, der Vorsitzende des Kulturkreises. Der Kulturkreis bietet seit vielen Jahrzehnten ein breit gefächertes Programm mit Theater, Musik und Comedy vor allem im städtischen Bürgerhaus an. Teckentrup sieht einen Nachbesserungsbedarf beim Holzboden, der zur Eröffnung eingebaut worden ist, aber auch in der Einrichtung eines einheitlichen Terminkalenders für die Stadt. Auch für die Erstellung des inhaltlichen Konzeptes für das Bürgerhaus sieht Funke die Radevormwalder als wichtig an, die über Kontakte zu Künstlern und Agenturen verfügen. Verbunden werden soll mit der Neuerung der Versuch, die Werbung für die Veranstaltungen im Bürgerhaus in der Region um Radevormwald zu verbessern, damit die Angebote vielleicht von mehr Auswärtigen besucht werden und die Auslastung verbessert wird.

Neben der Erarbeitung eines neuen Nutzungskonzeptes schwebt dem Schulamtsleiter eine transparentere Darstellung der Nutzung städtischer Räume vor. Mit Hilfe eines Angebots im Internet soll für die Bürger sichtbar werden, ob und wann das Bürgerhaus, aber zum Beispiel auch die Aula am Theodor-Heuss-Gymnasium oder die Sporthallen und Sportplätze für Veranstaltungen genutzt werden.

"Ich glaube, dass wir in Zukunft einiges verbessern können", sagt Funke, "auch, weil wir zeigen wollen, dass die Stadt hinter den Aktionen der Kulturtreibenden oder Sportler steht und in die Neuausstattung des Bürgerhauses investieren und für Unterstützung durch Fördermittel sorgen möchte."

(RP)
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