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Radevormwald: Draisine - 30 Plätze pro Fahrt

Radevormwald : Draisine - 30 Plätze pro Fahrt

Fahrten mit den Draisinen zwischen Wilhelmstal und Wuppertal-Beyenburg liegen im Trend, berichten Nico Bogdanovic von Wuppertrail und Kooperationspartner Holger Piwowar von Bergisch Land Tourismus (BLTM).

Seit Anfang April können auf der Eisenbahnstrecke zwischen Wuppertal-Beyenburg und dem Bahnhof Dahlhausen freitags und sonntags wieder zahlreiche Gruppen beobachtete werden. Die Draisinenfahrer erkunden mit Muskelkraft das obere Tal der Wupper. "Wir haben mit den Einnahmen des vergangenen Jahres zwei neue Vierer-Draisinen anschaffen können und sind jetzt in der Lage, Touren für insgesamt 30 Personen anbieten zu können", sagt Nico Bogdanovic, der mit Torsten Kaya und Ingo Vogelsang für den Verein Wuppertrail die Tour vom Bahnhof Dahlhausen organisiert. Einige Fahrten sind bereits ausgebucht. Buchen können auch kleinere Gruppen oder Einzelpersonen.

"Es ist in diesem Jahr wieder sehr gut angelaufen", sagt Bogdanovic. Zahlreiche Unternehmen aus dem Wuppertaler Raum haben die Draisinen für Betriebsausflüge gebucht. Eine sehr gute Hilfe sind für die Vereinsmitglieder das neue elektronische Buchungssystem und die Übernahme von Beratungen durch Mitarbeiter von Bergisch Land Tourismus (BLTM) in Solingen.

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Ausflug und Bergische Kaffeetafel

In der Planung ist wegen der guten Nachfrage in den Sommerferien eine Erweiterung des Angebots auch auf den Mittwoch. "Wir würden gerne um 12 und um 15 Uhr starten", sagt Bogdanovic, dessen Verein seit einiger Zeit intensiv mit der Bergisch Land Tourismus in Solingen kooperiert. BLTM wirbt für die Draisinentouren und vermittelt Gruppen, die zum Teil auch ihren Ausflug mit einer Fahrt mit einem historischen WSW-Bus, einer Bergischen Kaffeetafel in der Tuch-Stadt in Dahlerau verbinden.

"Die neue Kombination mit einem Wülfing-Besuch ist ab zwölf Personen möglich und bereits sieben oder achtmal gebucht worden", sagte Holger Piwowar von der BLTM.

Zukunftspläne liegen auch schon der Schublade. Klappt es mit dem Ankauf der Strecke zwischen Wuppertal-Beyenburg und Abzweig Rittershausen von der Deutsche Bahn AG, könnte es in Zukunft vielleicht zwei Einstiegsbahnhöfe geben. In Erwägung gezogen wird am Bahnhof in Beyenburg der Bau eines Hangars für die Draisinen. "Dann könnte flexibler gearbeitet werden", sagt Piwowar. Überlegt wird, auch Einwegfahrten anzubieten. "Das geht aber nur, wenn es noch mehr Personal gibt", sagt Piwowar, der die gute und zuverlässige Vereinsarbeit von Bogdanovic und seinen Mitarbeitern lobt. Diese hoffen, bis 2013 ein oder zwei neue Begleiter ausgebildet zu haben.

Naturarena soll mit ins Boot

Ziel ist es, über Hartmut Behrensmeier von der Radevormwalder Wirtschaftsförderung auch mit der Naturarena zu kooperieren und sich den oberbergischen Raum für weitere Gäste zu erschließen. Möglich wäre eine Kombination mit einer Stadtführung, dem Besuch des Heimatmuseums, des Wülfing-Museums oder einer E-Bike-Tour.

(RP)