Dorothea Stabolewski wird Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen leiten

Dorothee Stabolewski leitet ab 2019 den Sparkassen-Vorstand : Dorothea Stabolewski leitet die Sparkasse

Ab dem 1. Januar 2019 wird ein zweiköpfiger Vorstand die Geschicke des Kreditinstituts lenken.

Ein Vorstands-Trio hat in den vergangenen Monaten die Geschicke der Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen geführt. Ab 2019 wird es ein Duo sein: Dorothea Stabolewski ist ab dem 1. Januar die neue Vorstandsvorsitzende. Ihr zur Seite im Gremium steht Alexander Still. Der Vertrag des aktuellen Vorstandsvorsitzenden Frank Jäschke, der von vornherein auf 14 Monaten festgelegt worden war, läuft Ende des Jahres aus. Diese Personalien wurden gestern in der Bilanzpressekonferenz des Kreditinstituts mitgeteilt.

Der aktuelle Vorstand hat die Sparkasse nach turbulenten Zeiten wieder in ein ruhiges Fahrwasser gesteuert. Im vergangenen Jahr hatte die Sparkasse unter anderem durch den fast zeitgleichen Weggang zweier Funktionsträger Schlagzeilen gemacht. Christian Viebach hatte den Aufsichtsrat verlassen, Thomas Paulus den Vorstand.

Inzwischen sind die Verantwortlichen wieder zuversichtlich. Im vergangenen Jahr haben sich die Ausleihungen der Sparkasse auf 350,9 Millionen Euro erhöht (2016 waren es 347,3 Millionen Euro). Darin sind Tilgungsrückflüsse in Höhe von etwa 41 Millionen Euro berücksichtigt. Frank Jäschke verweist darauf, dass die niedrigen Zinsen und die gute Konjunktur die Investitionsfreude der Unternehmen begünstigt. Die Sparkasse sei dabei ein wichtiger Partner. Auch der Immobilienbereich entwickelt sich wegen der Zinssituation gut. Die Einlagen sind zum Bilanzstichtag auf 423,4 Millionen Euro gesunken (2016: 451,1 Millionen Euro). Der Depotbestand der Kunden im Wertpapiergeschäft ist mit rund 124 Millionen Euro ansehnlich.

Insgesamt nennt der Vorstand das Ergebnis akzeptabel, wenn man die Lage der Banken im Allgemeinen insgesamt und die Ausgangslage der Sparkasse im Besonderen sieht. „Es war gut, dass die Last auf mehrere Schultern verteilt wurde“, sagt Frank Jäschke. Dorothea Stabolewski sieht in der Region weiterhin ein großes Potenzial, beispielsweise bei der Entwicklung von Immobiliengrundstücken. Damit hat sie vor allem das geplante Gebiet Karthausen im Blick. „In Hückeswagen gibt es ähnliche Projekte, allerdings nicht in diesem Umfang“, erläutert die künftige Vorstandsvorsitzende. Die Sparkasse soll sich verstärkt auf die Marktausschöpfung konzentrieren.

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Die Bank resümiert: „Das Führungstrio hat das Jahr 2018 intensiv genutzt, ein tragbares Fundament zu legen, um die Selbstständigkeit der Sparkasse für die Zukunft zu sichern.“ Nachdem die Schließung der Filiale in den Wupperorten zuletzt für einigen Ärger gesorgt hatte, kann der Vorstand derzeit versichern: Eine weitere Reduzierung der Geschäftsstellen und SB-Standorte ist in beiden Städten nicht geplant.

Neben dem Tagesgeschäft hat sich die Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen auch wieder als Förderer betätigt. 143.000 Euro wurden im vergangenen Jahr für gemeinnützige, kulturelle, sportliche und soziale Zwecke zur Verfügung gestellt.

An dem Pressegespräch nahm auch Radevormwalds Bürgermeister Johannes Mans in seiner Eigenschaft als Verwaltungsratsvorsitzender teil. Er lobt Dorothea Stabolewski als „qualifizierte Führungskraft“, die sich durch langjährige Erfahrung in leitenden Positionen auszeichne. Die aus dem niedersächsischen Celle stammende Bankerin hat unter anderem Führungsaufgaben im regionalen und nationalen Finanzdienstsektor innegehabt.

Mehr Informationen rund um die Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen unter www.sparkasse-radevormwald.de/de/home.html

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