Radevormwald: DOC - AL stellt Resolution zur Sicherung der ÖPNV-Infrastruktur

Radevormwald: DOC - AL stellt Resolution zur Sicherung der ÖPNV-Infrastruktur

Wenn das Designer-Outlet-Center (DOC) in Lennep eröffnet, wird das Auswirkungen auch auf den Verkehr haben. Damit beschäftigt sich ein Antrag der Alternativen Liste (AL) zur Ratssitzung am 24. April.

Im Kern geht es darum, die Infrastruktur des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) in Lennep zu sichern. Denn die sieht der Fraktionsvorsitzende der AL durch das DOC gefährdet. Deshalb hat die Fraktion einen Resolutionsentwurf vorgelegt - mit der Bitte, dass der Rat diesen verabschiedet.

Inhalt: Der Rat der Stadt bittet die Verwaltung und den Rat der Stadt Remscheid, alles zu unternehmen, damit die Fremdnutzung der P+R-Parkfläche am Bahnhof Lennep, zum Beispiel durch Feste, künftig unterbleibt. Darüber hinaus spricht der Rat die Bitte aus, dass Verwaltung und Rat in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsträger Stadtwerke Remscheid prüfen, wie eine unnötige Verlängerung der ÖPNV-Verbindung zwischen Lennep und Radevormwald durch den Bau des DOC vermieden werden kann.

"Durch den Bau des DOC entfällt die bisherige Festfläche am Stadion in Lennep. Rosenmontagsumzug, Schützen- und Oktoberfest sowie die Kirmes verdrängen dabei die Pendler, die auf die Parkplätze der P+R-Anlage dringend angewiesen sind", argumentiert Ebbinghaus. Zur Attraktivität der Region gehöre nicht nur ein DOC, sondern auch eine gute Verkehrsinfrastruktur. Insofern seien die Entscheidungsträger in Remscheid aufgefordert, über bessere Alternativen nachzudenken. "Dabei regen wir an, die Nutzung des Bismarckplatzes und eines Teils der Kölner Straße für Festveranstaltungen zu prüfen", schreibt der Fraktionsvorsitzende.

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Dass zum Rosenmontagszug der ÖPNV Umleitungen fahre, sei verständlich. "Bisher wurde aber immer der Bahnhof Lennep angefahren. Die Busse konnten über den Bahnhof Lennep die untere Kölner Straße und den Bismarckplatz umfahren. Das war 2018 nicht mehr möglich. Ein Festzelt stand quer auf der Robert-Schuhmann-Straße und versperrte die Durchfahrt zwischen Bahnhof Lennep und Bushaltestelle Kreishaus", kritisiert Ebbinghaus. Die Fahrgäste mussten gut einen Kilometer laufen, um vom Bahnhof zur Ersatzhaltestelle der Linie 671 an der Herrmannstraße hinter dem Kreishaus zu kommen.

Und Ebbinghaus sieht ein weiteres Problem: "Es besteht die Gefahr, dass sich die Fahrzeit der Linie 671 zwischen Rade und Lennep nicht unwesentlich verlängert, weil die Wupperstraße als direkte Achse zur Rader Straße/B 229 nicht mehr zur Verfügung stehen soll. Für den Fall, dass die Streckenführung im Wesentlichen über die Ringstraße vorgenommen wird, ist zu befürchten, dass wegen Staus infolge des erhöhten Verkehrsaufkommens die Nutzer des ÖPNV ihre Anschlüsse nicht mehr erreichen", so Ebbinghaus.

Deshalb halte die AL die Führung der Linienbusse über die Wupperstraße als Bus-Straße für unverzichtbar. Wie beim Allee-Center wäre eine Tieferlegung des Busverkehrs möglich, so dass das DOC nicht auf die Fläche verzichten müsste, meint Rolf Ebbinghaus.

(RP)