Kolumne: Ansichtssache: Die Sekundarschule muss "Malala Yousafzei" heißen

Kolumne: Ansichtssache : Die Sekundarschule muss "Malala Yousafzei" heißen

Die SPD hat völlig zu Recht eine klare Position bei der Namensgebung der Sekundarschule bezogen. Sie wird die Entscheidung nicht anzweifeln. Und das sollten alle Parteien tun.

Wichtig, mutig, wegweisend - das waren die Adjektive, mit denen die BM bereits am 24. März die mit großer Mehrheit getroffene Entscheidung der Sekundarschule zur Namensgebung gewürdigt hatte. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Schüler, Lehrer, Eltern und die Schulleitung wollen sich nach der pakistanischen Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzei benennen. Hut ab! Eine ganz große Geste und sehr gute Wahl.

Das sieht die SPD ganz offensichtlich genauso und stellte sich diese Woche als erste Fraktion demonstrativ einstimmig hinter die Entscheidung der Sekundarschule. Richtig so! Es kann ja auch gar keine andere Lösung geben. Schließlich war es die Politik, die der Schule die Namensfindung übertragen hat. Und die nahm ihre Aufgabe sehr ernst, hat in einem sehr aufwendigen Prozess einen Namen gesucht und mit den Schülern eine für sie tragbare Lösung gefunden.

Diese jetzt in Frage zu stellen, wäre ein grober Verstoß gegen jegliches Demokratieverständnis und ein verheerendes Zeichen gerade für die Schüler, die sich mit einem enormen Engagement und ganz viel Eigeninitiative um einen würdigen Namen für ihre Schule bemüht haben. Malala Yousafzei steht für all das, für das sich auch die Sekundarschule einsetzt: Toleranz, Weltoffenheit, Gleichberechtigung. Die Politiker sollten schnellstmöglich entscheiden - das wäre ein ganz wichtiges Zeichen für die Schule und vor allem auch an die Schüler, die sonst den Glauben an eine ernstzunehmende Politik an der Basis verlieren könnten. Ganz wichtig: Die Sekundarschüler dürfen nicht ohne einen Namen für ihre Schule in die Sommerferien geben.

Positive Tendenzen zeichnen sich für die BMX-Anlage unterhalb der Wasserturmstraße ab. Nachdem es dort zuletzt zu Vandalismus und Verschmutzungen kam, beruhigt sich die Situation etwas. Natürlich hat die Stadt recht, wenn sie vom Verein fordert, für Ordnung auf dem Areal zu sorgen und sich eigenständig um das Gelände zu kümmern. Wenn aber Unbefugte immer wieder die Strecke für ihre Zerstörungen missbrauchen, muss die Verwaltung handeln und den Vereinsmitgliedern, die mit solch einer Situation völlig verständlich überfordert sind, unter die Arme greifen.

Mitten in einem Umbruch steckt der Bürgerverein für die Wupperorte. Am kommenden Donnerstag wählen die Mitglieder einen neuen Vorsitzenden, weil Herbert Moeselaken nach neun Jahren nicht mehr kandidiert. Das ist ein gravierender Einschnitt, den der Verein zu verschmerzen hat. Fest steht, dass es weitergehen soll. Und das ist gut so, denn die Menschen an der Wupper brauchen eine schlagkräftige Interessenvertretung, die sich um das Wohl der Bürger entlang der Wupper kümmert. Zu oft entsteht das Gefühl bei den Menschen, so weit weg von der Innenstadt nicht das Gehör zu finden, das ihnen zustehen würde. Der Bürgerverein ist da ein gutes Sprachrohr und auch ein Vermittler zwischen der Stadtverwaltung und den Menschen.

(RP)
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