Radevormwald: "Die Jüdin von Toledo" - Vorverkauf läuft

Radevormwald: "Die Jüdin von Toledo" - Vorverkauf läuft

Das Rheinische Landestheater Neuss präsentiert im Bürgerhaus ein Stück nach dem Roman von Lion Feuchtwanger.

Der Kulturkreis lädt zur nächsten Veranstaltung der Spielzeit ein: Am Mittwoch, 7. März, 19.30 Uhr, hebt sich im Bürgerhaus der Vorhang für das Stück "Die Jüdin von Toledo", aufgeführt vom Rheinischen Landestheater Neuss in einer Theaterbearbeitung des Romans von Lion Feuchtwanger. Die Aufführung dauert 140 Minuten, eine Pause gibt es nach 90 Minuten; Einlass ist ab 19 Uhr, eine Einführung gibt es ab 19.10 Uhr im Foyer.

Karten gibt es in der Stadtbücherei im Bürgerhaus am Schlossmacherplatz, unter Tel. 02195 932177 oder an der Abendkasse.

  • Neuss : RLT-eigene Fassung der "Jüdin von Toledo"

Zum Inhalt: Spanien im 12. Jahrhundert, das Land ist aufgeteilt in einen christlichen Norden und einen islamischen Süden. Die jüdische Bevölkerung kann ihren Glauben nur im christlichen Teil leben, Toledo ist dafür ein Zentrum. Dort lebt Jehuda Ibn Esra mit seiner Tochter Raquel. Der angesehene Kaufmann wird Minister im Dienste des kriegsfreudigen Königs Alfonso und verbessert die wirtschaftliche Lages des Landes. Alfonso verliebt sich in Raquel, zieht sich mit ihr zurück auf sein Lustschloss, vernachlässigt seine Ehefrau, Regierungsgeschäfte und Kriegsvorhaben, sie schenkt ihm einen Sohn. Jehuda nutzt die Gelegenheit, um durch geschickte Diplomatie einen Krieg mit den überlegenen Mauren zu vermeiden. Letztlich überschätzt Jehuda seinen Einfluss, wie auch Alfonso seinen Heldentum, ein Krieg ist letztlich nicht zu verhindern. Bei dem Roman von Lion Feuchtwanger geht es um Menschen, die in unruhigen und bedrohlichen Zeiten versuchen, ihren Glauben und ihre Überzeugung zu leben. Die Frage: Soll man sich in die Geschehnisse einmischen oder besser heraushalten? "Eine Geschichte, wie sie sich in den folgenden Jahrhunderten bis heute oft wiederholte", heißt es in der Ankündigung. Feuchtwanger veröffentlichte 1955 seinen historischen Roman unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs. Er erzählt von einer leidenschaftlichen Liebe, die vor der Konfrontation dreier Religionen zum Scheitern verurteilt ist. Feuchtwanger wurde 1884 als Sohn einer jüdischen Familie in München geboren. Vor allem seine auf historischen Stoffen basierenden Romane wurden zu Welterfolgen und sicherten ihm während des durch die Nationalsozialisten erzwungenen Exils sein Überleben. Immer wieder widmete er sich Gestalten aus der Geschichte des Judentums.

Mi. 7. März, 19.30 Uhr, Bürgerhaus, Schlossmacherplatz.

(RP)