Die Firma Seifert Systems produziert jetzt in Radevormwald

Blickpunkt Wirtschaft : Seifert Systems produziert jetzt in Rade

Die Firma hat ihren Deutschlandstandort von Gevelsberg in die Bergstadt verlegt. Sie stellt Klimatisierungsgeräte her.

Kai Kroll hat jetzt keinen langen Arbeitsweg mehr, denn seit wenigen Monaten liegt der Deutschlandstandort der Seifert Systems GmbH im Gewerbegebiet Ost der Stadt Radevormwald. Der Geschäftsführer des Unternehmens wohnt seit vielen Jahren in der Stadt auf der Höhe und ist auch in Rade zur Schule gegangen. Gleiches gilt für den Inhaber Michael Seifert, der mittlerweile auf Malta wohnt und den dortigen Standort von Seifert Systems leitet. „Wir kennen uns aus Schulzeiten und mussten uns nach einem neuen Standort umsehen, weil wir in Gevelsberg nicht mehr wachsen konnten“, sagt Kai Kroll, der seit 1985 für das Unternehmen arbeitet, das Spezialist für Schaltschrank-Klimatisierung ist.

Gegründet wurde Seifert System in Ennepetal, 2008 zog das Unternehmen nach Gevelsberg in den Industriepark um. Seit 2014 wird der Produktzweig der Rückkühler in Deutschland entwickelt und produziert. „Davor haben wir uns in Deutschland ausschließlich um den Service und Vertrieb gekümmert. In Malta und den USA haben wir entwickelt und produziert“, sagt Kai Kroll. Der Herstellungszweig der seit 2014 in Gevelsberg etabliert wurde, wird jetzt in Radevormwald fortgeführt. „Wir haben uns im Ennepe-Ruhr-Kreis nach einem geeigneten Standort umgesehen und sind nicht fündig geworden. In Radevormwald hat es dann geklappt.“

An der Albert-Einstein-Straße hat das Unternehmen ein mehr als 5 000 Quadratmeter großes Grundstück erworben, auf dem im September 2018 die ersten Bauarbeiten stattfinden konnten. Erbaut wurde ein Bürogebäude mit 250 Quadratmetern und eine Fertigungs- und Lagerfläche mit 1000 Quadratmetern. Der Ausbau um weitere 700 Quadratmeter ist bereits geplant. Für die nahe Zukunft plant Seifert Systems ein großes Wachstum. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 19 Mitarbeiter in Radevormwald. „In der ersten Wachstumsstufe werden wir auf 30 Mitarbeiter anwachsen und danach ist die Verdopplung unserer Größe in Deutschland geplant“, sagt der Geschäftsführer.

Bei dem Neubau in Radevormwald hat der Spezialist für Schaltschrank-Klimatisierung darauf geachtet energie- und umweltbewusst zu bauen. Die Heizung des Neubaus kommt ohne Fossile Brennstoffe aus. „Wir heizen mit einer Wärmepumpenheizung, die emissionsarm arbeitet. Außerdem haben wir bei dem Neubau auf viel Tageslicht über große Fensterflächen gesetzt.“ Die gesamte Firma ist mit LED-Technik beleuchtet. „Wir haben einen schonenden Schritt in Richtung Zukunft gewagt“, sagt der Geschäftsführer. Besonders freut sich Kai Kroll darüber, dass sich die Lagerfläche im Vergleich zum alten Standort verdoppelt hat und das mit einer Nutzung der halben Grundfläche. „Das Lager ist deutlich effizienter und bietet uns aktuell 240 Palettenstellplätze, aber auch hier werden wir wachsen“, sagt er.

Bereits seit August läuft der Betrieb am neuen Standort in Radevormwald, an dem pro Jahr mindestens 600 Rückkühl-Anlagen hergestellt werden sollen. Ein Blick in die Halle zeigt den Ablauf dieser Herstellung. Durch eine hohe Fertigungstiefe garantiert Seifert Systems, das nahezu alle Herstellungsschritte durch das Unternehmen selbst geleistet werden. „Jede Anlage wird nach der Fertigstellung auf Herz und Nieren getestet“, sagt Kai Kroll.

Der Geschäftsführer feierte am Freitag zusammen mit Inhaber Michael Seifert, Kollegen, Lieferanten und Freunden des Unternehmens die offizielle Standorteröffnung in Radevormwald.

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