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Corona-Pandemie im Oberbergischen Kreis

Corona-Pandemie im Oberbergischen Kreis : Viele Virus-Infektionen nicht mehr aufzuklären

Auch wenn der Inzidenzwert im Oberbergischen Kreis leicht gesunken ist: Aktuell sind 684 Personen, 57 mehr als einen Tag zuvor, infiziert. 983 sind in Quarantäne. Die laborbestätigten Fälle in Radevormwald und Hückeswagen sind unverändert.

Hiobsbotschaft aus dem Kreishaus: Bei 70 Prozent der laborbestätigten Corona-Fälle im Oberbergischen Kreis kann die Ansteckungsquelle nicht mehr aufgeklärt werden. Der Grund: Die Fälle ohne bekannte Ansteckungsquelle nehmen rasant zu. „Es gibt im Kreisgebiet viele einzelne Infektionsgeschehen, die in nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche hineinreichen“, berichtet Kaija Elvermann, Leiterin des Gesundheitsamtes des Oberbergischen Kreises. „Der Teil der Infektionen, bei denen wir die Ansteckungsquelle ausmachen können, geht größtenteils auf Ansteckungen im privaten Bereich zurück.“

Aktuell sind im Oberbergischen Kreis 684 Personen (57 mehr als gestern) positiv auf das Virus getestet worden. Davon werden 53 Personen stationär in oberbergischen Krankenhäusern behandelt. Fünf dieser 53 Personen werden derzeit beatmet. 983 Personen ( + 44) gelten als Kontaktpersonen ersten Grades und sind in angeordneter Quarantäne; 14 (-3) in vorsorglicher häuslicher Isolation.

Die Zahl der aktuell positiv getesteten Personen in den beiden Nordkreisstädten ist unverändert: In Hückeswagen sind es 34, in Radevormwald 38 Personen.

Der Inzidenzwert für den Kreis – der 7-Tage-Wert pro 100.000 Einwohner – ist leicht gefallen: von 148,9 auf 145,9.

Kaija Elvermann appelliert an die Eigenverantwortung: „Halten Sie die Hygieneregeln ein, halten Sie Abstand und reduzieren Sie Kontakte auf ein Minimum.“ „Dadurch reduzieren sich die Möglichkeiten einer Ansteckung. So kann weiteren Infektionsketten vorgebeugt werden.“

Aufgrund der hohen Fallzahlen und der schnell wachsenden Zahl von Kontaktpersonen ist es nicht immer möglich, Betroffene und Kontaktpersonen kurzfristig zu erreichen. Landrat Jochen Hagt: „Wir bitte um Verständnis, dass bis zum Anruf einige Tage vergehen können. Wenn Sie wissentlich Kontakt zu einem laborbestätigten Fall hatten, begeben Sie sich freiwillig in häusliche Isolation.“

(tei.-)