1. NRW
  2. Städte
  3. Radevormwald

Corona-Helden: Robin Köster erledigt Einkäufe für Risiko-Patienten

Helden in der Corona-Zeit : Ehrenamtlicher Einkaufshelfer

Der Student Robin Köster erledigt Einkäufe für Risiko-Patienten in Radevormwald. Der 24-Jährige, der ehrenamtlich in der evangelischen Jugend tätig ist, macht bei der Aktion des Trägervereins „aktiv55plus“ mit

Wenn Robin Köster in diesen Wochen zum Einkaufen auf den Radevormwalder Wochenmarkt geht, dann kauft er nicht nur für die eigenen Bedürfnisse, sondern hat noch einen weiteren Einkaufszettel dabei. „Ich kaufe derzeit zirka zwei Mal die Woche für ein älteres Ehepaar ein, die beide zur Corona-Risikogruppe gehören“, erzählt der 24-Jährige. Manchmal gibt es auch zusätzliche Aufträge.

Der junge Mann studiert derzeit in Wuppertal, allerdings möchte er von seinem Lehramtsstudium nun auf Sozialwissenschaft umsatteln. Weil er gerade Zeit hat, war er gerne bereit mitzumachen bei der Aktion des Trägervereins „aktiv55plus“. Dort können sich Menschen melden, die wegen der drohenden Ansteckung durch das Coronavirus oder aus anderen Gründen nicht ihre normalen Einkäufe machen können. „Ich bin ehrenamtlich in der evangelischen Jugend tätig und wurde von Pfarrer Philipp Müller angesprochen“, berichtet Robin Köster. Seit Anfang April macht er nun bei der Einkaufsaktion mit. „Es dauerte ein, zwei Wochen, nachdem ich mich gemeldet hatte, dann kam die Anfrage“, berichtet er.

Weil er nun für mehrere Personen einkauft, könnte er theoretisch in den Verdacht geraten, zu den Menschen zu zählen, die Hamsterkäufe tätigen. Doch die Organisatoren des Trägervereins haben da vorgesorgt. „Ich bin mit einem Ausweis ausgerüstet, der signalisiert, dass ich mehr einkaufen darf, weil ich bei dem Einkaufsservice mit dabei bin“, erklärt er.

Derzeit machen bei der Aktion des Trägervereins „aktiv55plus“ fünf Einkaufshelfer mit. Neben Robin Köster, der von der lutherischen Kirchengemeinde vermittelt wurde, sind zwei Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes dabei sowie zwei Mitglieder des Trägervereins selber. „Damit kriegen wir den Bedarf gut abgedeckt“, sagt Kyra Springer, die Geschäftsführerin des Vereins. Für die Wupperorte hat die Stadt über den Jugendtreff „Life“ ein ähnliches Angebot organisiert.

Robin Köster freut sich darüber, dass er während der Corona-Krise etwas für andere tun kann und erklärt: „Ich mache das so lange, wie ich gebraucht werde.“

Unterstützung erhalten Interessierte über den Anrufbeantworter der Rader Hilfsbörse unter Tel. 02195 9277 364 und per E-Mail: hilfsboerse@aktiv55plus.de