Radevormwald: Citymanager nimmt Arbeit auf

Radevormwald : Citymanager nimmt Arbeit auf

Frank Manfrahs heißt der neue Mann, den das Citymanagement am Dienstag vorstellte. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Bekämpfung der Leerstände, die Ansiedlung neuer Geschäfte und die Begleitung des Umbaus der City.

Als einen Mann der Praxis mit großen Erfolgen zuletzt in Gevelsberg haben Dr. Martin Ottenstreuer und Marcus Strunk vom Vorstand des Vereins für Citymanagement am Dienstag den Nachfolger von Dr. Arnd Jenne vorgestellt. Es ist Frank Manfrahs. "Wir sind froh und stolz, einen nahtlosen Übergang gefunden zu haben", sagt Ottenstreuer. Manfrahs gehörte zu der Gruppe, die am 20. Februar eine Delegation der Stadt durch Gevelsberg geführt hatte. Die westfälische Nachbarstadt hat in den vergangenen zehn Jahren mit Unterstützung des Büros MWM aus Aachen, das auch in Rade tätig ist, die Innenstadt umgebaut und 2008 Manfrahs als Citymanager engagiert.

Viele Besuche geplant

Die Aufgabe in der Bergstadt bezeichnet Manfrahs als spannend. Sein Ziel ist es, wie in Gevelsberg Inhaber geführte Fachgeschäfte zu etablieren. "Wir müssen eine nachhaltige Wirkung erzielen und die Besucherfrequenz erhöhen", sagt der neue Citymanager, der stärker als bisher auch die Gastronomie einbeziehen wird. Die Technische Dezernentin Julia Gottlieb möchte ihn auf diesem Weg unterstützen. "Gastronomie gibt einer Innenstadt einen Kick", sagt Manfrahs. In Gevelsberg habe er die Anzahl der gastronomischen Betriebe verdreifacht und dadurch die Verweildauer der Bürger und Gäste erhöht. "Wer keine Parkgebühren zahlt, sollte dieses Geld für eine Tasse Kaffee ausgeben", sagt er.

Als Erfolgsrezept sieht der neue Citymanager die Kunst, die Händler, andere Gewerbetreibende und Immobilieneigentümer auf dem Weg mitzunehmen und sie zu motivieren, etwas zu tun. "Wenn viele ein bisschen tun, ist das besser, als wenn wenige viel tun", lautet das Motto von Frank Manfrahs, der aber auch betont, dass die Akteure mitziehen müssen. Das sieht auch Ottenstreuer so. Mit der Haltung, erst einmal abwarten zu wollen, lasse sich ein solch wichtiges Projekt für die Stadt nicht stemmen.

"Wir sind keine Eventmanager", sagt Ottenstreuer, als sehr wichtig sehen aber alle das Baustellenmanagement in den nächsten Monaten und Jahren an. Manfrahs nennt Baustellencafés, Baustellenfrühstücke und Baustellenführerscheine als Beispiele.

"Wir-Gefühl" erzeugen

Alle Beteiligten erhoffen sich durch die erneute Kooperation von Manfrahs und MWM sehr gute Ergebnisse. "Die Innenstadtakteure müssen deshalb ein ,Wir-Gefühl' erzeugen", fordert Marcus Strunk.

(RP)
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