CDU-Politiker in Radevormwald glauben nicht an die Spaltung der Partei

Radevormwalder CDU : CDU in Rade: „Neuer Vorsitzenden Chance geben“

Die Christdemokraten in Radevormwald hoffen, dass sich die Kontroversen nach dem Parteitag von Hamburg beruhigen.

(s-g) In der Bundes-CDU wird das Ergebnis des Parteitages von Hamburg noch immer kontrovers diskutiert. Bei den Anhängern von Friedrich Merz herrscht Enttäuschung, Kommentatoren beschwören die Gefahr einer Spaltung der Partei.

Die Christdemokraten in Radevormwald sehen das gelassener. Fraktionsvorsitzender Dietmar Busch ist überzeugt: „Annegret Kramp-Karrenbauer kann die Partei zusammenführen.“ Wen er selber unter den Kandidaten favorisiert hat, dazu äußert sich Busch nicht. Jeder der drei Anwärter habe seine Stärken. „Friedrich Merz wäre sicherlich gut für den Bereich der Wirtschaft gewesen“, meint Busch. „Andererseits ist er aus der Tagespolitik schon lange raus.“ Man solle nun der neuen Vorsitzenden die Chance geben, den Wirtschaftsflügel der CDU wieder einzubinden.

Die Mitglieder der Jungen Union im Oberbergischen Kreis hatten sich im Vorfeld mehrheitlich für Friedrich Merz ausgesprochen. Auch Dejan Vujinovic, Ratsmitglied in Radevormwald und stellvertretender Vorsitzender der JU Oberberg, hätte den Kandidaten aus dem Sauerland gern an der Spitze der Bundes-CDU gesehen. „Viele haben ihn so eingeschätzt, dass er die konservativen Werte der Union wieder nach vorne bringen würde“, sagt Vujinovic. Nun müsse man das Votum des Parteitages akzeptieren und Annegret Kramp-Karrenbauer eine Chance geben. Vujinovic räumt ein, dass sie bei ihrer Rede in Hamburg stark agiert habe. „Friedrich Merz konnte nicht so überzeugen wie auf den Regionalkonferenzen“, sagt der Radevormwalder. „Da war er ganz klar stärker als Kramp-Karrenbauer.“

Die Mutmaßungen über eine Spaltung der CDU hält Dejan Vujinovic für spekulativ. „Wir haben in unserer Partei verschiedene Flügel“, sagt er. Richtig findet der junge Politiker, dass der JU-Vorsitzende Paul Ziemiak von der neuen Vorsitzenden zum Generalsekretär gemacht wird. „Das ist eine gute Entscheidung.“