CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak kommt nach Radevormwald

Neujahrsempfang in Radevormwald : CDU-General Paul Ziemiak zu Gast in Rade

Zum Neujahrsempfang der Christdemokraten im Bürgerhaus wird der neue CDU-Generalsekretär erwartet. Für den Rader Ortsvorsitzenden Gerd Uellenberg die Veranstaltung der Auftakt für ein herausforderndes politisches Jahr.

Wenn die Christdemokraten in Radevormwald am 24. Januar zu ihrem Neujahrsempfang ins Bürgerhaus einladen, dann können sie mit einem Gastredner aufwarten, der in den vergangenen Wochen in den Medien sehr präsent war. Paul Ziemiak ist der neue Generalsekretär der Bundes-CDU. Er wurde von Annegret Kramp-Karrenbauer, der neuen Vorsitzenden, überraschend in dieses Amt berufen – überraschend, weil der Vorsitzende der Jungen Union eigentlich als Merz-Anhänger galt. Und das ist ein Grund, warum Ziemiaks Karrieresprung in den Medien kontrovers diskutiert wurde. Vor allem aus der Reihe der Merz-Anhänger warf man ihm opportunistisches Verhalten vor.

Egal, wie man den Vorgang nun beurteilt, der Vorsitzende der Radevormwalder CDU, Gerd Uellenberg, freut sich, einen so prominenten Gast für den Neujahrsempfang gewonnen zu haben. „Das ist für einen kleinen Ortsverband schon etwas“, meint der 59-Jährige. Dieser Empfang ist, da die Stadt selber keine solche Veranstaltung anbietet, das wichtige gesellschaftliche Ereignis zum Jahresbeginn. Nicht nur CDU-Anhänger sind dazu willkommen, auch die politischen Mitbewerber sind gern gesehen.

Für Gerd Uellenberg ist der Jahreswechsel zugleich eine Gelegenheit, Rückschau zu halten und einen Ausblick auf das neue Jahr zu wagen. Seit etwa einem Jahr steht er an der Spitze des Ortsverbandes, als Nachfolger von Sebastian Schlüter, der von 2015 bis Ende 2017 dieses Amt ausgeübt hatte. Uellenberg greift einen Satz der neuen CDU-Bundesvorsitzenden auf: „Der Star ist die Mannschaft.“ Das hatte Annegret Kramp-Karrenbauer gesagt, als sie vor einigen Monaten das Amt der CDU-Generalsekretärin übernommen hatte – ein erster Schritt zu höheren Weihen, wie man nun weiß. Uellenberg räumt ein, dass er persönlich die Wahl von „AKK“ begrüßt. „Ich traue ihr die größte Fähigkeit zu, die verschiedenen Parteiflügel zu integrieren“, begründet er.

Zur Wahl stellen als Vorsitzender muss sich in diesem Jahr auch Uellenberg selber, und zwar im November. Danach beginnt das Wahljahr 2020, die Weichen dafür werden allerdings schon im neuen Jahr gestellt. „Wir werden unser Team für den Wahlkampf zusammenstellen“, kündigt er an. Vorher freilich gebe es noch die Europawahl.

Im Gespräch über die Stimmung im Lande kommt Uellenberg auch auf die viel beschworene Politikverdrossenheit zu sprechen. „Manche Menschen können Sie nur noch schwer überzeugen“, meint er. So höre er immer wieder den Satz: „Merkel hat die Grenzen geöffnet“. Obwohl dies nachweislich nicht stimme, reiche so ein Schlagwort, um eine objektive Diskussion abzuwürgen. „Natürlich streiten wir auch innerhalb unseres Ortsverbandes mal über Themen“, räumt er ein. Aber dennoch sei die Zusammenarbeit im Vorstand sehr gut. „Ich übe dieses Amt mit Leidenschaft aus“, sagt Gerd Uellenberg. „Schließlich habe ich die Zeit des Kalten Krieges erlebt.“ Er wisse, dass Demokratie und Wohlstand keine Selbstverständlichkeit sind. Daher habe er sich, wie sein Vater, früh politisch engagiert. „Seit 1976 bin ich CDU-Mitglied.“ Im Radevormwalder Rat sitzt er seit 2004. Was die Entwicklung in Rade angeht, vertritt der CDU-Vorsitzende die Auffassung, „dass wir erst einmal die anstehenden Vorhaben abarbeiten“. Tatsächlich hat Radevormwald mit der Innenstadtentwicklung, mit dem Handlungskonzept für die Wupperorte und mit anderen Förderkulissen eine ganze Reihe von Vorhaben am Start, die die Verwaltungsmitarbeiter an die Grenzen ihrer Kapazität gebracht haben.

Der Neujahrsempfang findet statt am Donnerstag, 24. Januar, 19 Uhr, im Bürgerhaus Radevormwald. Interessenten können sich unter schulte.rolf.radevormwald@gmx.de anmelden. Bitte die Zahl der Begleitpersonen angeben.

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