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Radevormwald: BZG ist unglücklich mit Archiv-Standort

Radevormwald : BZG ist unglücklich mit Archiv-Standort

Bei der Jahreshauptversammlung des Geschichtsvereins kam die umstrittene Lösung für die Stadtarchive zur Sprache. Den Vorwurf, man habe sich nicht zu Beschmierung von Stolpersteinen geäußert, wies der Vorstand zurück.

Wie viele Veranstaltungen es im vorigen Geschäftsjahr der Bergischen Zeitgeschichte (BZG) gegeben hat, wurde bei der Jahreshauptversammlung im Hotel Kniep deutlich, als Vorsitzende Iris Kausemann die Aktivitäten in ihrem Jahresrückblick Revue passieren ließ.

Neben Vorträgen im Heimatmuseum, etwa von Wilfried Egerland zum Thema "Luthers 95 Thesen und der Ablasshandel", oder das Format der Themenabende, die neu eingeführt wurden, gab es eine Einweisung in das Dienstleistungsportals Flickr. "Das ist nicht ganz unwichtig, um die dort verfügbaren mehr als 17.000 Bilder richtig ansehen zu können", betonte sie.

Unzufrieden zeigte sich die Vorsitzende, die im Verlauf des Abends ebenso wie ihr Stellvertreter Ralph Vesper wiedergewählt wurde, hingegen mit der Zusammenlegung der Stadtarchive von Wipperfürth und Hückeswagen: "Hückeswagen hätte die Möglichkeit gehabt, ein Geschichtszentrum durch die Zusammenlegung des Stadtarchivs mit den Archiven der BZG und des BGV, Abteilung Hückeswagen, zu schaffen", sagte Kausemann anlässlich des Tags der Offenen Tür im vergangenen März. Diese Chance habe man hingegen vertan und das Gedächtnis der Stadt lieber in die ehemalige Alice-Salomon-Schule in der Wipperfürther Neye-Siedlung ausgelagert. Zumal die dortigen Öffnungszeiten für Berufstätige kaum machbar seien.

Ebenfalls verärgert war Kausemann über den Vorwurf der FaB, die beiden Hückeswagener Geschichtsvereinen vorgehalten hatte, keine Stellungnahme zur Beschmierung des Stolpersteins im Bürgersteig der Peterstraße nahe der Geschäftsstelle der Gotteshütte im April abgegeben zu haben. "Wir haben sehr wohl über Facebook eine Stellungnahme dazu abgegeben und darin unseren Unmut ausgedrückt", sagte Kausemann. Zudem habe man das Gespräch mit der Stadt gesucht und angeboten, dass der Verursacher der Schmierereien seine Sozialstunden im Verein ableisten könne. "Denn die Stolpersteine müssen dringend poliert werden", merkte die Vorsitzende an.

Im Blick voraus freute sich Kausemann auf die erneute Teilnahme der BZG an der Bergischen Wanderwoche mit einer Wanderung auf den Spuren von Dr. Peter Bode auf der Peterstraße. Sie kündigte zudem den nächsten Themenabend für Mittwoch, 13. Juni, 19.30 Uhr, an, bei dem ein alter Film über die Schloss-Stadt gezeigt werde. Weitere Projekte seien die Verlegung eines weiteren Stolpersteins, die für 2019 vorgesehen ist, sowie die Gässchenbeschilderung.

Ebenfalls in Arbeit sei eine neue Internetseite. Denn wie wohl alle Vereine müsse man sich um die Umsetzung der neuen EU-Datenschutzverordnung kümmern: "Wir werden uns in den kommenden Monaten verstärkt um die Transparenz personenbezogener Daten kümmern und unsere Richtlinien entsprechend anpassen", kündigte Iris Kausemann an. Zudem werde die Mitgliederliste überarbeitet und alle Mitglieder angeschrieben, um sie über die Nutzung ihrer Daten zu informieren. www.bergische-zeitgeschichte.de

(RP)