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Radevormwald: Buntfenster für Martini-Kirche

Radevormwald : Buntfenster für Martini-Kirche

Das Gotteshaus an der Ülfestraße wird zurzeit aufwendig saniert. Seit einigen Tagen ist das nach außen gut sichtbar. Eine Fachfirma aus Paderborn baut die renovierten Fenster ein. Auch die Tür muss komplett überarbeitet werden.

Mit Überraschungen bei der Sanierung der Martini-Kirche haben Pfarrer Johannes Dress und Bauleiter Rainer Röhlig gerechnet. Deshalb war der Schock nicht allzu groß, als Fachleute feststellten, dass der Rahmen der Eingangstür völlig verrottet war. "Wir wollten sie rausheben, da kam sie uns schon entgegen", sagt Dress.

Kräftige Farben gut sichtbar

Die Sanierung der Kirche ist fast fertig. Die Fenster im Altarbereich sind eingesetzt und von außen mit ihren kräftigen Farben seit einigen Tagen gut sichtbar. In dieser Woche werden die Seitenfenster von einer Fachfirma aus Paderborn eingebaut. Neu ist die Schutzverglasung, die die sanierten Buntfenster künftig vor dem bergischen Wetter schützt. Alle Motive wurden gesäubert, alle Fenster neu eingerahmt. "Die eisernen Leitschienen waren verrostet und boten den Fenstern keinen Halt mehr", sagt Röhlig. Jetzt hätten die Fenster wieder eine ganz andere Leuchtkraft.

Die Fachleute aus Paderborn setzen die einzelnen Felder der Fenster Stück für Stück zusammen. Auch die Quereisen, auf der die Schutzverglasung sitzt, wurde erneuert. In der ganzen Kirche werden neue Heizkörper angebracht — statt Konvektoren wie früher, die die Luft nach oben geblasen und damit die Wände verschmutzt haben, gibt es Rippenradiatoren.

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Putz aus Kalk, Sand und Zement

Abgeschlossen ist der zwei- bis dreimalige Neuanstrich der Kirche. Zuvor musste der neue Putz für die Innenwände in einem aufwendigen Verfahren aus einem Gemisch aus Kalk, Sand und Zement angerührt werden. Der untere Bereich der Kirchenwände ist in grau gehalten, der obere (inklusive Decke) in gebrochenem Weiß. Die Front ist auch weiß, der Bogen im Altarraum und die Kapitelle grau. "Jetzt fehlen noch letzte Feinarbeiten, dann ist alles fertig", sagt Dress.

An der Decke sind noch alte Wasserflecken zu entdecken, die gestern nochmals frisch bearbeitet wurden und in den nächsten Tagen verschwinden sollen. Nächste Woche wird das Gerüst in der Kirche abgebaut, dann werden die Abdeckungen entfernt, die Kanzel und der Altarraum freigeräumt und die Orgel aus ihrer schützenden Verpackung befreit. "Zeitlich liegen wir richtig gut", sagt Röhlig. Bald sind dann auch die Zeiten vorbei, in denen sich die Gemeinde ausschließlich im Gemeindehaus zum Gottesdienst und anderen Veranstaltungen treffen musste.

Nach dem Erntedankfest beim Bauer Busch am Sonntag und dem Sonntagscafé am 14. Oktober folgt die feierliche Wiedereröffnung mit Kirchweihfest zum 160-jährigen Bestehen der Gemeinde am Sonntag, 28. Oktober. Der Tag beginnt mit einem Festgottesdienst um 10 Uhr in der Kirche. Anschließend gibt es im Gemeindehaus einen Empfang.

So. 28. Oktober, 10 Uhr, Kirche an der Ülfestraße, anschließend Empfang im Gemeindehaus.

(RP/rl)