Bundestagswahl 2017 in Radevormwald: Wahlbenachrichtigungen sind unterwegs

Radevormwald : Wahlbenachrichtigungen sind unterwegs

Am Sonntag, 24. September, wird ein neuer Bundestag gewählt. Wahlberechtigt sind in Radevormwald 16.650 Frauen und Männer. Sie geben ihre Stimme in 23 Urnenwahllokalen in 19 Stimmbezirken ab - oder sie nutzen die Briefwahl.

Nach der gelungenen Premiere zur Landtagswahl am 14. Mai organisiert das Ordnungsamt auch die Bundestagswahl am Sonntag, 24. September. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Leiter Jochen Knorz und seine Mitarbeiter Marc Bormann und Christoph Grimlowski kümmern sich federführend um den Ablauf. Hinzu kommen drei Mitarbeiter im Service-Büro im Rathaus, in dem auch Briefwahl möglich ist.

Wahlberechtigt sind alle Deutsche, die mindestens 18 Jahre alt sind. Das sind nach jetzigem Stand in Rade 16.650 Frauen und Männer. Sie geben ihre Stimme am 24. September in 23 Urnenwahllokalen in 19 Stimmbezirken ab. "Weil Rade große Flächen abdeckt, gibt es in einigen Stimmbezirken zwei Wahllokale", sagt Grimlowski. Hinzu kommen drei Briefwahlbezirke. Änderungen im Vergleich zur Landtagswahl gibt es keine: Die Menschen, die früher im Wahllokal Wilhelmstal gewählt haben, tun dies jetzt auch wieder im Betriebscontainer des Wupperverbandes unterhalb der Staumauer.

Stimmzettel, Info-Material und Umschläge sind im Rathaus eingetroffen. Im Laufe dieser Woche sollen auch die Wahlbenachrichtigungen in den Briefkästen landen. Wer Briefwahl beantragen will, muss dies auf der Rückseite der Benachrichtigungskarten tun, bekommt seine Unterlagen dann per Post nach Hause geschickt oder er wählt direkt im Wahlamt im Service-Büro.

Etwas Verwirrung gab es bei der Landtagswahl, weil einige Wähler die Unterlagen für den Ehepartner oder eine andere Person direkt mitnehmen wollten. "Dafür braucht es aber eine Vollmacht, die ebenfalls auf der Rückseite der Benachrichtigungskarten zu finden ist", erläutert Grimlowski. So sei eine Wahl auch bis zum Wahltag, 18 Uhr, möglich. Die Briefkästen hängen am Eingang zum Service-Büro am Hohenfuhrplatz und am Rathaus-Haupteingang (Hohenfuhrstraße). Sie werden am Wahlabend geleert.

Die Stadt sucht dringend noch Wahlhelfer. Für die 23 Wahllokale und die drei Briefwahlbezirke werden mindestens 176 Freiwillige benötigt - gerne mehr, um bei Ausfällen flexibel reagieren zu können. "Wir verfügen über einen Pool an Helfern, die nach der Landtagswahl signalisiert haben, auf jeden Fall zur Verfügung zu stehen", sagt Bormann. Generell ist die Organisation einer Wahl für das Ordnungsamt eine große Herausforderung. "Jede Wahl hat so seine Tücken, schließlich arbeiten wir mit sehr vielen Menschen zusammen", sagt Bormann. Gerade am Wahltag gebe es immer mal wieder Wähler, die nicht genau wüssten, wo sie hinmüssen. "Im Jobcenter gibt es zwei Wahllokale, außerdem befindet sich das Wahlamt im Rathaus, das auch als Anlaufstelle genutzt wird", sagt er. Auch für Grimlowski ist die Organisation der Bundestagswahl eine große Aufgabe. "Da ist die Anspannung sehr groß, und am Wahltag steht man richtig unter Strom", sagt er. Es seien alle froh, wenn das vorläufige amtliche Endergebnis feststeht. Wann das der Fall sein wird, sei schwer zu prognostizieren. Auf jeden Fall appelliert Grimlowski an alle Wahllokale, aus der Auszählung der Stimmen keinen sportlichen Wettkampf zu machen. "Sicherheit geht vor Schnelligkeit", meint er.

Was schon jetzt feststeht: Der Trend zur Briefwahl ist ungebrochen. Das zeigen die Rückmeldungen der Bürger in diesen Tagen. "Das wird jetzt richtig losgehen", vermutet Marc Bormann.

(RP)
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